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Matthäus 28,19Geht hinaus in die ganze Welt

Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden! Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!

Matthäus 28,19 · Hoffnung für alle
Passt fürTaufeMissionAussendungKonfirmationGemeinde
Bibelvers Matthäus 28,19: Geht hinaus in die ganze Welt – Wanderer brechen bei Tagesanbruch auf
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Kurz erklärt

In Matthäus 28,19 sendet der auferstandene Jesus seine Jünger los: Sie sollen in die ganze Welt gehen, Menschen zu seinen Jüngern machen und sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen. Es sind seine letzten Worte im Matthäusevangelium, gesprochen auf einem Berg in Galiläa. Der Abschnitt heißt „Missionsbefehl“; als Taufspruch und bei Aussendungen ist der Vers sehr beliebt.

Gesprochen von
dem auferstandenen Jesus
Ort
ein Berg in Galiläa (Matthäus 28,16)
Gerichtet an
die elf Jünger
Bekannt als
Missionsbefehl oder „Großer Auftrag“

Griechisch

Das Schlüsselwort

matheteusate macht zu Jüngern – zu Lernenden, die bei ihrem Meister bleiben

Aussprache
ma-the-TEU-sa-te
Vorkommen
Das Verb „matheteuo“ steht nur viermal im Neuen Testament, dreimal davon bei Matthäus.
Strong-Nummer
G3100μαθητεύωmatheteuo · Verb · 4-mal im Neuen Testament„From mathetes; intransitively, to become a pupil; transitively, to disciple, i.e. enrol as scholar.“von mathetes (Jünger); intransitiv: ein Schüler werden; transitiv: zum Jünger machen, das heißt als Schüler aufnehmen.Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G3100 · ganzer Eintrag ↗

„Matheteuo“ kommt von „mathetes“, dem Wort für Jünger oder Schüler. Ein Jünger war zur Zeit Jesu jemand, der mit seinem Lehrer lebte, ihm zuhörte und von ihm lernte, wie man lebt. Das Verb heißt also: jemanden zu einem solchen Lernenden machen. Matthäus verwendet es auch für Josef von Arimathäa, der selbst ein Jünger Jesu geworden war (Matthäus 27,57).

In Apostelgeschichte 14,21 machen Paulus und Barnabas in der Stadt Derbe viele Menschen zu Jüngern. Danach gehen sie zurück, um die neuen Christen im Glauben zu stärken. Genau das ist Jüngerschaft: kein einmaliger Moment, sondern ein Weg, den man gemeinsam geht.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Matthäus 28,19.

01

Auf dem Berg in Galiläa

Nach seiner Auferstehung lässt Jesus seinen Jüngern ausrichten, sie sollen nach Galiläa kommen (Matthäus 28,10). Die elf gehen zu dem Berg, den er ihnen genannt hat. „Als sie ihn sahen, beteten sie ihn an – aber einige zweifelten immer noch“ (28,17). Gerade diesen Leuten, Anbetern und Zweiflern zugleich, gibt Jesus seinen Auftrag. Er begründet ihn mit seiner Vollmacht: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben“ (28,18, NLB). Deshalb – weil er der Herr über alles ist – sollen sie gehen.

02

Jünger machen, nicht nur Anhänger

Im Griechischen hat Vers 19 nur ein einziges Befehlswort: „macht zu Jüngern“. Gehen, taufen und lehren (Vers 20) hängen daran und zeigen, wie das geschieht. Ein Jünger ist ein Lernender, der bei seinem Meister bleibt. Es geht also nicht nur um eine Entscheidung im Augenblick, sondern um ein Leben mit Jesus. Die Hoffnung für alle umschreibt das mit „ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden“. Mit „alle Völker“, wie es wörtlich heißt, wird die Grenze Israels überschritten: Das Evangelium gilt allen Menschen.

03

Ein Name für Vater, Sohn und Geist

Getauft wird „auf den Namen“ – im Griechischen in der Einzahl, nicht „auf die Namen“. Vater, Sohn und Heiliger Geist tragen einen gemeinsamen Namen. Hier klingt deutlich an, was die Kirche später die Dreieinigkeit nannte: ein Gott in drei Personen. „Auf den Namen taufen“ bedeutet: Der Getaufte gehört nun dem, auf dessen Namen er getauft ist. Die Taufe ist das sichtbare Zeichen dieser neuen Zugehörigkeit. Und das Evangelium endet mit dem Versprechen: „Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit“ (28,20, NLB).

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst galt der Auftrag den elf Jüngern. Aber er reicht weiter als ihr Leben, denn Jesus verspricht, bei ihnen zu sein „bis ans Ende der Zeit“ (Vers 20, NLB). Darum versteht die Gemeinde Jesu ihn bis heute als ihren Auftrag. Die Apostelgeschichte erzählt, wie die Botschaft von Jerusalem aus bis an die Enden der Erde kommen sollte (Apostelgeschichte 1,8). Nicht jeder muss ins Ausland gehen – aber jeder Christ ist Teil dieser Sendung, dort, wo er lebt.

Bei der Frage, wer getauft werden soll, sind bibeltreue Christen verschiedener Meinung. Die einen taufen auch die Kinder gläubiger Eltern und betonen Gottes Zusage, die dem eigenen Glauben vorausgeht. Die anderen taufen Menschen, die ihren Glauben selbst bekennen, und verweisen darauf, dass im Neuen Testament Glaube und Taufe meist eng zusammenstehen. Einig sind sich beide: Taufe und Lehre gehören zusammen, und Jüngerschaft hört mit der Taufe nicht auf.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Fang bei denen an, die du kennst

Die „ganze Welt“ beginnt vor deiner Tür: Familie, Kollegen, Nachbarn. Schreib dir drei Namen auf und bete diese Woche für sie.

2

Erinnere dich an deine Taufe

Wenn du getauft bist, gehörst du zu Vater, Sohn und Heiligem Geist. Das gilt auch an Tagen, an denen du dich nicht so fühlst.

3

Bleib ein Lernender

Jünger heißt Lernender. Such dir einen festen Platz in der Woche, an dem du mit anderen die Bibel liest und Fragen stellen kannst.

Gebet

Herr Jesus, dir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Danke, dass ich zu dir gehören darf. Zeig mir, zu welchen Menschen du mich schickst, und gib mir Mut und Liebe, von dir zu erzählen. Amen.

Matthäus 28,19 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was ist der Missionsbefehl?
So nennt man die letzten Worte Jesu im Matthäusevangelium (Matthäus 28,18–20). Jesus beauftragt seine Jünger, alle Völker zu seinen Jüngern zu machen, sie zu taufen und sie zu lehren, nach seinen Worten zu leben. Dazu verspricht er, immer bei ihnen zu sein.
Was bedeutet „auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“?
Getauft wird auf den einen Namen des dreieinigen Gottes. Wer getauft ist, gehört zu Gott: zum Vater, zum Sohn, der für ihn gestorben und auferstanden ist, und zum Heiligen Geist, der in ihm wirkt. Diese Worte werden bis heute bei der Taufe gesprochen.
Passt Matthäus 28,19 als Taufspruch?
Ja, der Vers ist eng mit der Taufe verbunden, weil Jesus hier selbst zur Taufe auffordert. Viele wählen auch den folgenden Vers 20 mit der Zusage „Ich bin immer bei euch“. Für Aussendungen und Missionsfeste ist Matthäus 28,19 ebenfalls ein häufiger Leitvers.

Bibeltext: Bibeltext aus der Hoffnung für alle®, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Verlags Fontis – Brunnen Basel.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G3100 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .