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Matthäus 28,20Ich bin immer bei euch

Und ich versichere euch: Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit.

Matthäus 28,20 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürTaufeAbschiedTrostKonfirmationUmzugAussendung
Bibelvers Matthäus 28,20: Ich bin immer bei euch – Berg am See mit Fischerboot
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Kurz erklärt

In Matthäus 28,20 verspricht der auferstandene Jesus seinen Jüngern: „Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit.“ Es sind die letzten Worte des Matthäusevangeliums, direkt nach dem Auftrag, alle Völker zu Jüngern zu machen und zu taufen. Im Grundtext heißt es wörtlich „alle Tage“. Darum ist der Vers einer der beliebtesten Taufsprüche und ein Trost bei Abschied, Umzug und Neuanfang.

Geschrieben von
Matthäus, dem Zöllner, der Jesus nachfolgte und Apostel wurde
Gesprochen von
dem auferstandenen Jesus auf einem Berg in Galiläa
Zusammenhang
Schluss des Missionsbefehls (Matthäus 28,18–20)
Bogen
„Gott mit uns“ am Anfang (Matthäus 1,23), „Ich bin bei euch“ am Ende

Griechisch

Das Schlüsselwort

hemeras Tage – jeder einzelne Tag vom Morgen bis zum Abend

Aussprache
he-ME-ras
Vorkommen
„Hemera“ steht 390-mal im Neuen Testament.
Strong-Nummer
G2250ἡμέραhemera · Substantiv, weiblich · 390-mal im Neuen Testament„Feminine (with hora implied) of a derivative of hemai (to sit; akin to the base of hedraios) meaning tame, i.e. gentle; day, i.e. (literally) the time space between dawn and dark, or the whole 24 hours (but several days were usually reckoned by the Jews as inclusive of the parts of both extremes); figuratively, a period (always defined more or less clearly by the context).“weibliche Form (ergänzt: Stunde) einer Ableitung von hemai (sitzen), mit der Bedeutung zahm, also sanft; Tag, und zwar (wörtlich) die Zeitspanne zwischen Morgengrauen und Dunkelheit oder die ganzen 24 Stunden (wobei die Juden bei mehreren Tagen meist den ersten und letzten angebrochenen Tag mitzählten); bildlich: ein Zeitraum (vom Zusammenhang immer mehr oder weniger klar bestimmt).Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G2250 · ganzer Eintrag ↗

Wo die NLB „immer“ übersetzt, steht im Griechischen wörtlich „alle die Tage“. Luther hat das bewahrt: „alle Tage“. Jesus verspricht also nicht nur eine allgemeine Nähe über die Jahrhunderte, sondern seine Gegenwart an jedem einzelnen Tag: am Tag der Taufe, am ersten Arbeitstag, am Tag im Krankenhaus, am Tag eines Abschieds. Schon in der Bergpredigt hatte er gesagt: „Jeder Tag bringt seine eigenen Belastungen.“ (Matthäus 6,34) Hier verspricht er: An keinem davon bist du allein.

Auffällig ist ein kleines Wort, das sich durch die Verse 18 bis 20 zieht: „alle“. Jesus hat alle Macht, die Jünger sollen zu allen Völkern gehen und lehren, alles zu befolgen, und er ist bei ihnen alle Tage. Die Zusage ist genauso umfassend wie der Auftrag. Sie reicht bis zur „Vollendung der Weltzeit“, wie es wörtlich heißt: bis Jesus wiederkommt.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Matthäus 28,20.

01

Auf einem Berg in Galiläa

Nach seiner Auferstehung schickt Jesus die Jünger nach Galiläa, dorthin, wo alles angefangen hatte. Die elf gehen auf den Berg, den er ihnen genannt hat. Als sie ihn sehen, beten sie ihn an, „aber einige zweifelten immer noch“ (Vers 17). Matthäus verschweigt das nicht. Und Jesus schickt die Zweifler nicht weg. Er kommt auf sie zu und spricht zu allen. Der große Auftrag und die große Zusage gelten auch Menschen, deren Glaube noch wackelt.

02

Macht, Auftrag, Zusage

Die Verse 18 bis 20 haben drei Teile. Zuerst sagt Jesus: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben.“ Dann folgt der Auftrag: geht, macht zu Jüngern, tauft und lehrt. Im Griechischen ist „macht zu Jüngern“ das Hauptverb, die anderen beschreiben, wie das geschieht. Am Ende steht die Zusage, um die es hier geht. Der Auftrag ist also eingerahmt: von seiner Macht am Anfang und seiner Gegenwart am Schluss. Die Jünger gehen nicht allein und nicht aus eigener Kraft.

03

Gott mit uns – von Anfang bis Ende

Ganz am Anfang seines Evangeliums zitiert Matthäus Jesaja 7,14: Das Kind soll Immanuel heißen, das bedeutet „Gott mit uns“ (Matthäus 1,23). Am Ende sagt Jesus selbst: „Ich bin bei euch.“ Dazwischen steht noch eine dritte Zusage: Wo zwei oder drei in seinem Namen zusammenkommen, ist er mitten unter ihnen (Matthäus 18,20). Matthäus erzählt keine Himmelfahrt, sein Buch endet mit dieser Zusage. Und Jesus sagt „Ich bin“, nicht „Ich werde sein“: Seine Gegenwart ist schon jetzt Wirklichkeit.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst sprach Jesus zu den elf Aposteln. Aber die Zusage reicht „bis ans Ende der Zeit“, also weit über ihr Leben hinaus. Sie gilt der Gemeinde Jesu zu allen Zeiten, die seinen Auftrag weiterträgt, und jedem, der zu ihm gehört. Wie er bei uns ist, erklärt Jesus im Johannesevangelium: durch den Heiligen Geist, den der Vater schickt. „Nein, ich werde euch nicht verwaist zurücklassen – ich werde zu euch kommen.“ (Johannes 14,18)

Die Zusage ist eng mit dem Auftrag verbunden: Jesus geht mit denen, die er sendet. Sie ist aber kein Lohn für besonders Fromme, sondern Trost für alle, die ihm folgen, auch mit Zweifeln. Der Hebräerbrief erinnert an Gottes Wort: „Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen.“ (Hebräer 13,5) Diese Nähe ist ein Versprechen, kein Gefühl. Sie gilt auch an Tagen, an denen du sie nicht spürst.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Ein Satz für jeden Morgen

Sag dir morgens, bevor der Tag beginnt: „Auch heute bist du bei mir.“ Das Wort „alle Tage“ schließt diesen Tag mit ein, egal was er bringt.

2

Abschied mit Zusage

Wenn jemand umzieht, ins Ausland geht oder einen neuen Lebensabschnitt beginnt, schick ihm das Bild. Es sagt: Du gehst nicht allein.

3

Erzähl weiter, was du erlebst

Die Zusage steht nicht ohne Grund nach dem Auftrag. Überleg, wem du diese Woche erzählen kannst, was dir der Glaube bedeutet. Jesus geht dabei mit.

Gebet

Herr Jesus, danke, dass du versprochen hast, alle Tage bei mir zu sein. Erinnere mich daran, wenn ich mich allein fühle oder zweifle. Geh mit mir in diesen Tag und sende mich zu den Menschen, die dich brauchen. Amen.

Matthäus 28,20 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“?
So übersetzt Luther Matthäus 28,20. Jesus verspricht seinen Jüngern, an jedem einzelnen Tag bei ihnen zu sein, bis er am Ende dieser Weltzeit wiederkommt. Er ist nicht mehr leiblich sichtbar, aber durch den Heiligen Geist gegenwärtig.
Wann sagte Jesus „Ich bin bei euch alle Tage“?
Nach seiner Auferstehung, auf einem Berg in Galiläa. Es sind die letzten Worte im Matthäusevangelium, direkt nach dem Auftrag, alle Völker zu Jüngern zu machen, sie zu taufen und zu lehren (Matthäus 28,18–20).
Passt Matthäus 28,20 als Taufspruch?
Ja, er gehört zu den beliebtesten Taufsprüchen. Der Vers steht direkt nach dem Taufbefehl Jesu und verspricht dem Täufling seine Begleitung für das ganze Leben. Oft wird nur der zweite Teil gewählt: „Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit.“

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G2250 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .