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Apostelgeschichte 2,38Lasst euch alle taufen

Kehrt euch ab von euren Sünden und wendet euch Gott zu. Lasst euch alle taufen im Namen von Jesus Christus zur Vergebung eurer Sünden. Dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

Apostelgeschichte 2,38 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürTaufeNeuanfangPfingstenGlaubensentscheidungEvangelisation
Bibelvers Apostelgeschichte 2,38: Lasst euch alle taufen – Menschen am Seeufer bei Sonnenaufgang
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Kurz erklärt

In Apostelgeschichte 2,38 antwortet Petrus auf die Frage „Was sollen wir tun?“: Kehrt um zu Gott und lasst euch taufen im Namen von Jesus Christus, dann empfangt ihr Vergebung und den Heiligen Geist. Die Worte fallen am Pfingsttag in Jerusalem, am Ende der ersten christlichen Predigt. Noch am selben Tag ließen sich etwa dreitausend Menschen taufen. Der Vers ist ein klassischer Taufspruch und beschreibt, wie ein Leben mit Jesus beginnt.

Geschrieben von
Lukas, Arzt und Reisebegleiter des Paulus
Gesprochen von
dem Apostel Petrus am Pfingsttag in Jerusalem
Gerichtet an
jüdische Zuhörer aus vielen Ländern, die zum Fest gekommen waren
Folge
Etwa dreitausend Menschen ließen sich noch am selben Tag taufen (Vers 41)

Griechisch

Das Schlüsselwort

metanoesate umdenken, die Gesinnung ändern, umkehren

Aussprache
me-ta-no-E-sa-te
Vorkommen
34-mal im Neuen Testament, oft am Anfang der Predigt von Johannes dem Täufer, Jesus und den Aposteln.
Strong-Nummer
G3340μετανοέωmetanoeo · Verb · 34-mal im Neuen Testament„From meta and noieo; to think differently or afterwards, i.e. reconsider (morally, feel compunction).“von meta und noieo; anders oder hinterher denken, das heißt neu bedenken (im sittlichen Sinn, Reue empfinden).Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G3340 · ganzer Eintrag ↗

„Metanoeo“ setzt sich aus „meta“ (nach, um-) und „noeo“ (denken, wahrnehmen) zusammen. Wörtlich heißt es: umdenken, hinterher anders denken. Gemeint ist mehr als ein schlechtes Gewissen. Es geht um eine Wende des ganzen Menschen: Ich sehe mein Leben, meine Schuld und Jesus mit neuen Augen – und das ändert die Richtung. Die NLB gibt das darum mit zwei Verben wieder: sich von den Sünden abkehren und sich Gott zuwenden.

Schon Johannes der Täufer und Jesus begannen ihre Predigt mit dem Ruf zur Umkehr (Matthäus 3,2; Markus 1,15). Im Neuen Testament ist Umkehr nie nur Trauer über Vergangenes, sondern immer eine Hinwendung: weg von etwas, hin zu Gott. Paulus fasst seine Botschaft später ähnlich zusammen: Menschen sollen umkehren, sich Gott zuwenden und das durch ihr Leben zeigen (Apostelgeschichte 26,20).

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Apostelgeschichte 2,38.

01

Eine Predigt, die ins Herz trifft

Am Pfingsttag kam der Heilige Geist auf die Jünger, und sie redeten in fremden Sprachen. Eine große Menge lief zusammen. Petrus erklärte, was geschah: Gott erfüllt, was der Prophet Joel angekündigt hat. Dann sprach er von Jesus, den sie rund sieben Wochen zuvor hatten kreuzigen lassen und den Gott auferweckt hat. Sein Schluss: Gott hat diesen Jesus „zum Herrn und Christus gemacht“ (Vers 36). Das traf die Zuhörer ins Herz. Sie fragten: „Brüder, was sollen wir tun?“ Vers 38 ist die Antwort.

02

Zwei Schritte, zwei Geschenke

Petrus nennt zwei Schritte: umkehren und sich taufen lassen. Und er nennt zwei Geschenke: die Vergebung der Sünden und den Heiligen Geist. Die „Gabe“ ist dabei der Geist selbst, nicht eine besondere Fähigkeit. Bibeltreue Ausleger verstehen die Verbindung von Taufe und Vergebung unterschiedlich. Die einen sehen in der Taufe ein Mittel, durch das Gott die Vergebung zuspricht. Andere betonen: Vergeben wird dem, der umkehrt und glaubt (Apostelgeschichte 3,19; 10,43), und die Taufe ist das sichtbare Zeichen und Bekenntnis dazu. Einig sind sich alle: Umkehr und Taufe gehören im Neuen Testament eng zusammen, und beides ist Antwort auf das, was Gott in Jesus getan hat.

03

„Im Namen von Jesus Christus“

Jesus hatte befohlen, auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen (Matthäus 28,19). Wenn Petrus „im Namen von Jesus Christus“ sagt, ist das kein Widerspruch. Der „Name“ steht für die Person und ihre Vollmacht. Wer getauft wird, stellt sich unter Jesus als seinen Herrn und gehört nun zu ihm. Für die jüdischen Zuhörer war das ein mutiger Schritt: Sie bekannten öffentlich, dass der gekreuzigte Jesus der versprochene Messias ist. Und Petrus fügt hinzu: Die Zusage gilt „euch und euren Kindern und auch denen, die fern von Gott sind“ (Vers 39).

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst galten die Worte Menschen in Jerusalem, die mitverantwortlich für den Tod von Jesus waren und nun erschrocken fragten, was sie tun sollen. Doch Petrus öffnet den Kreis sofort: Die Zusage gilt auch allen, die fern von Gott sind (Vers 39). Darum ist der Weg bis heute derselbe: umkehren zu Gott, Jesus als Herrn vertrauen, sich taufen lassen und den Heiligen Geist empfangen. Die Reihenfolge ist in der Apostelgeschichte nicht immer gleich – bei Kornelius kam der Geist sogar vor der Taufe (Apostelgeschichte 10,44–48).

Ob Kinder getauft werden sollen oder erst Menschen, die selbst glauben, darüber denken bibeltreue Christen verschieden. Manche sehen in den Worten „euren Kindern“ einen Hinweis auf die Kindertaufe, andere verstehen sie als Zusage für die kommenden Generationen. Gemeinsam ist: Die Taufe ist kein Ritual ohne Herz. Sie gehört zu einem Leben, das sich Jesus zuwendet. Und die Vergebung ist ein Geschenk, das Jesus durch seinen Tod am Kreuz erworben hat.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Stell die Frage der Zuhörer

„Was sollen wir tun?“ ist eine gute Frage, wenn Gottes Wort dich trifft. Bleib nicht beim Gefühl stehen, sondern frag Gott ehrlich, welcher Schritt jetzt für dich dran ist.

2

Umkehr ist konkret

Sag Gott beim Namen, was falsch war, statt es allgemein zu halten. Seine Vergebung gilt nicht nur für Sünde im Allgemeinen, sondern genau für das, was dich gerade belastet.

3

Denk an deine Taufe

Wenn du getauft bist, darfst du dich daran festhalten: Ich gehöre zu Jesus. Wenn nicht, sprich mit jemandem aus deiner Gemeinde darüber, was dieser Schritt für dich bedeuten würde.

Gebet

Herr Jesus, danke, dass bei dir ein Neuanfang möglich ist. Ich wende mich ab von dem, was mich von dir trennt, und vertraue dir mein Leben an. Danke für deine Vergebung und für deinen Heiligen Geist. Amen.

Apostelgeschichte 2,38 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet Apostelgeschichte 2,38?
Petrus antwortet Menschen, die erkannt haben, dass Jesus der Herr ist, und fragen, was sie tun sollen: umkehren zu Gott und sich auf den Namen von Jesus taufen lassen. Gott schenkt dann Vergebung der Sünden und den Heiligen Geist. Der Vers beschreibt, wie ein Leben als Christ beginnt.
Wer sagte „Lasst euch alle taufen“?
Der Apostel Petrus, am Pfingsttag in Jerusalem. Es war die erste Predigt, nachdem der Heilige Geist auf die Jünger gekommen war. Lukas hat sie in der Apostelgeschichte aufgeschrieben.
Passt Apostelgeschichte 2,38 als Taufspruch?
Ja, der Vers ist einer der klarsten Taufsprüche der Bibel. Er verbindet die Taufe mit Umkehr, Vergebung und dem Heiligen Geist und passt besonders gut, wenn sich ein Jugendlicher oder Erwachsener bewusst taufen lässt.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G3340 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .