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christliche bilderVers für heute

Lukas 2,10-11Heute ist für euch der Retter zur Welt gekommen

Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllen wird: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der versprochene Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr.

Lukas 2,10-11 · Hoffnung für alle
Passt fürWeihnachtenWeihnachtskarteFreudeAngstErmutigung
Bibelvers Lukas 2,10-11: Heute ist für euch der Retter zur Welt gekommen – Hirten unter leuchtendem Nachthimmel
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Kurz erklärt

In Lukas 2,10–11 verkündet ein Engel den Hirten bei Bethlehem: „Fürchtet euch nicht!“ Heute ist der versprochene Retter geboren, Christus, der Herr. Diese Botschaft ist die Mitte der Weihnachtsgeschichte und gilt nach den Worten des Engels dem ganzen Volk. Der Vers passt zu Weihnachtskarten und Gottesdiensten und überall dort, wo Angst und Freude nah beieinanderliegen.

Geschrieben von
Lukas, Arzt und Reisebegleiter des Apostels Paulus
Gesprochen von
einem Engel des Herrn zu Hirten auf den Feldern bei Bethlehem
Zeit
die Nacht der Geburt Jesu, unter Kaiser Augustus
Art
Geburtsankündigung – die erste Weihnachtsbotschaft

Griechisch

Das Schlüsselwort

soter Retter, Befreier – in alter Sprache: Heiland

Aussprache
so-TER
Vorkommen
24-mal im Neuen Testament, im Lukasevangelium nur zweimal: hier und in Lukas 1,47.
Strong-Nummer
G4990σωτήρsoter · Substantiv, männlich · 24-mal im Neuen Testament„From sozo; a deliverer, i.e. God or Christ.“von sozo (retten); ein Befreier, das heißt Gott oder Christus.Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G4990 · ganzer Eintrag ↗

„Soter“ kommt vom Verb „sozo“: retten, heil machen, bewahren. Ein Soter holt Menschen aus echter Gefahr heraus – aus Krankheit, Krieg oder Tod. Im Alten Testament ist Gott selbst der Retter seines Volkes. Kurz vorher nennt Maria in ihrem Lobgesang Gott ihren Retter (Lukas 1,47). Jetzt sagt der Engel: Dieser Retter liegt als Kind in einer Futterkrippe.

In der römischen Welt war das Wort politisch aufgeladen. Kaiser Augustus ließ sich als Retter und Friedensbringer feiern, und Inschriften nannten seinen Geburtstag den Beginn einer guten Botschaft für die Welt. Lukas stellt beides bewusst nebeneinander: Der Kaiser ordnet eine Volkszählung an (Lukas 2,1), aber der wahre Retter wird in einem kleinen Ort geboren. Das alte deutsche Wort „Heiland“ übersetzt genau diesen Begriff.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Lukas 2,10-11.

01

Kaiser, Krippe und Hirten

Lukas beginnt die Weihnachtsgeschichte mit der großen Politik: Kaiser Augustus lässt sein ganzes Reich erfassen. Deshalb müssen Josef und Maria nach Bethlehem, in die Stadt Davids. Dort kommt Jesus zur Welt, und Maria legt ihn in eine Futterkrippe. Die erste Nachricht von dieser Geburt geht nicht an den Kaiser und nicht an die Priester in Jerusalem, sondern an Hirten, die nachts bei ihren Schafen wachen. Als der Engel erscheint und Gottes Glanz sie umstrahlt, erschrecken sie heftig. Darauf antwortet der Engel mit diesen Worten.

02

Ein Kind mit drei Namen

Der Engel beschreibt das Kind dreifach. Es ist der Retter, der aus Schuld und Tod befreit. Es ist Christus – griechisch für Messias, „der Gesalbte“ –, der lange versprochene König aus Davids Familie. Und es ist der Herr. Mit diesem Wort gab die griechische Übersetzung des Alten Testaments den Gottesnamen wieder. Die Verbindung „Christus, der Herr“ steht im Neuen Testament nur an dieser Stelle. Die Freude gilt dem ganzen Volk, weil Gott einlöst, was er Israel versprochen hat: einen Herrscher aus Bethlehem (Micha 5,1).

03

Heute – und für euch

Zwei kleine Wörter machen die Botschaft persönlich. „Heute“ ist ein Lieblingswort von Lukas. In Nazareth sagt Jesus, dass sich die Schrift heute erfüllt hat (Lukas 4,21). Bei Zachäus sagt er, dass heute Rettung in dieses Haus gekommen ist (19,9). Und dem Verbrecher am Kreuz verspricht er das Paradies noch heute (23,43). Gottes Rettung ist kein fernes Versprechen, sie geschieht jetzt. Und sie gilt „euch“, ausgerechnet ein paar Hirten. Auch David war Hirte in Bethlehem gewesen, bevor Gott ihn zum König machte.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst galt die Botschaft den Hirten und durch sie Israel: Der Messias, auf den das Volk seit Jahrhunderten wartete, ist geboren. Mit „dem ganzen Volk“ meint der Engel zunächst Gottes Volk Israel. Doch schon wenige Verse später preist der alte Simeon das Kind als Licht für die anderen Völker (Lukas 2,32). Die Freude bleibt also nicht in Bethlehem, sie soll die ganze Welt erreichen.

Für uns heißt das: Weihnachten ist mehr als eine schöne Geschichte. Der Engel kündigt einen Retter an, und einen Retter braucht, wer sich selbst nicht retten kann. Das Kind in der Krippe ist derselbe, der später am Kreuz stirbt und aufersteht. „Fürchtet euch nicht“ ist darum kein billiger Trost, sondern hat einen Grund: Gott ist selbst gekommen, um uns zu retten.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Nenn deine Angst beim Namen

Die Hirten erschraken, und der Engel sprach sie direkt an. Überleg, wovor du dich gerade fürchtest, und setz dagegen: Der Retter ist geboren – auch für dich.

2

Weihnachten mit Inhalt

Lies an Heiligabend Lukas 2,1–20 vor, bevor die Geschenke ausgepackt werden. So hört deine Familie, worum es bei dem Fest eigentlich geht.

3

Gib die gute Nachricht weiter

Die Hirten erzählten weiter, was sie gehört hatten (Lukas 2,17). Schreib diesen Vers auf eine Weihnachtskarte an jemanden, der gerade wenig Grund zur Freude hat.

Gebet

Herr Jesus, du bist der Retter, der für mich geboren wurde. Nimm mir die Angst, die mich festhält, und schenk mir die Freude der Hirten. Lass mich diese gute Nachricht weitersagen. Amen.

Lukas 2,10-11 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Fürchtet euch nicht, euch ist heute der Heiland geboren“?
Mit diesen Worten verkündet der Engel den Hirten die Geburt Jesu. „Heiland“ heißt Retter: Jesus ist gekommen, um Menschen aus Schuld und Tod zu befreien. Darum brauchen die Hirten keine Angst zu haben, sondern dürfen sich freuen.
Wer sagte „Fürchtet euch nicht“ in der Weihnachtsgeschichte?
Ein Engel des Herrn, der den Hirten in der Nacht der Geburt Jesu auf den Feldern bei Bethlehem erschien. Kurz danach lobte ein großes himmlisches Heer Gott (Lukas 2,13–14). Aufgeschrieben hat es der Evangelist Lukas.
Wo steht die Weihnachtsgeschichte in der Bibel?
Die bekannteste Fassung steht in Lukas 2,1–20, mit der Geburt in Bethlehem, den Hirten und den Engeln. Matthäus erzählt in den Kapiteln 1 und 2 von Josef und den Weisen aus dem Osten. Lukas 2,10–11 ist die Mitte der Geschichte: die Botschaft des Engels.

Bibeltext: Bibeltext aus der Hoffnung für alle®, Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Verlags Fontis – Brunnen Basel.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G4990 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .