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christliche bilderVers für heute

1. Johannes 3,1Was für eine Liebe unser Vater uns geschenkt hat

Seht, was für eine Liebe unser himmlischer Vater uns geschenkt hat, nämlich, dass wir seine Kinder genannt werden – und das sind wir auch! Doch die Menschen, die zu dieser Welt gehören, kennen Gott nicht; deshalb verstehen sie auch nicht, dass wir seine Kinder sind.

1. Johannes 3,1 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürTaufeKindertaufeGeburtKonfirmationIdentitätSelbstwert
Bibelvers 1. Johannes 3,1: Was für eine Liebe unser Vater uns geschenkt hat – Schwan mit Jungen im Morgennebel
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Kurz erklärt

In 1. Johannes 3,1 staunt der Apostel Johannes über Gottes Liebe: Der Vater nennt uns seine Kinder – und wir sind es wirklich. Das ist kein frommer Ehrentitel, sondern eine neue Wirklichkeit für alle, die an Jesus glauben. Johannes sagt auch, warum die Welt das oft nicht versteht: Sie kennt Gott nicht. Der Vers ist ein beliebter Taufspruch und tröstet alle, die an ihrem Wert zweifeln.

Geschrieben von
dem Apostel Johannes, einem der zwölf Jünger
Gerichtet an
Gemeinden, die durch falsche Lehrer verunsichert waren
Teil des Briefes
der Abschnitt über die Kinder Gottes, 1. Johannes 2,28–3,10
Art
Ein Ausruf des Staunens über Gottes Liebe

Griechisch

Das Schlüsselwort

tekna Kinder – Söhne und Töchter, die aus dem Vater ihr Leben haben

Aussprache
TEK-na
Vorkommen
Das Grundwort „teknon“ steht 99-mal im Neuen Testament; Johannes nennt Christen damit „Kinder Gottes“.
Strong-Nummer
G5043τέκνονteknon · Substantiv, sächlich · 99-mal im Neuen Testament„From the base of tikto; a child (as produced).“vom Wortstamm von tikto (gebären); ein Kind (als Hervorgebrachtes).Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G5043 · ganzer Eintrag ↗

„Teknon“ ist das gewöhnliche Wort für ein Kind, ob Sohn oder Tochter. Strong beschreibt es als „ein Kind, das hervorgebracht wurde“: Es betont, dass ein Kind sein Leben vom Vater hat und zu ihm gehört. Johannes nennt Jesus in seinen Schriften meist „den Sohn“ (hyios), die Glaubenden dagegen „Kinder“ (tekna). So bleibt ein Unterschied: Jesus ist der ewige Sohn, wir werden durch Gottes Gnade zu Kindern.

Im Evangelium schreibt Johannes: All denen, die Jesus aufnahmen und an seinen Namen glaubten, „gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden“ (Johannes 1,12). Kind Gottes wird man also nicht durch Abstammung oder eigene Mühe, sondern durch ein neues Leben, das von Gott kommt (Johannes 1,13). Wer es aber ist, ist es ganz – mit Nähe, Vertrauen und einem Erbe.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von 1. Johannes 3,1.

01

Kinder, die auf ihren Vater warten

Kurz vor dem Vers schreibt Johannes, dass jeder, der tut, was recht ist, aus Gott geboren ist (1. Johannes 2,29). Das Stichwort „geboren“ bringt ihn ins Staunen, und er ruft: „Seht!“ Danach blickt er nach vorn: Wir sind schon jetzt Gottes Kinder, aber was wir sein werden, können wir uns noch nicht vorstellen. Wenn Christus wiederkommt, werden wir ihm ähnlich sein, „denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist“ (3,2). Wer diese Hoffnung hat, achtet schon jetzt darauf, rein zu leben (3,3).

02

„Und das sind wir auch!“

Johannes fügt drei kurze Wörter an, im Griechischen nur „kai esmen“: und wir sind es. Gottes Kinder zu heißen, könnte ein schöner Titel ohne Inhalt sein. Johannes sagt: Nein, es ist Wirklichkeit. Gott nennt uns nicht nur so, er macht uns dazu. Dass die Welt das nicht erkennt, ist kein Gegenbeweis. Sie hat auch Jesus nicht erkannt. Wer zu Gottes Familie gehört, muss damit rechnen, manchmal fremd zu wirken und missverstanden zu werden.

03

Eine Liebe aus einer anderen Welt

Für „was für eine“ steht im Griechischen ein seltenes Wort: „potapos“. Es fragt nach der Art und Herkunft von etwas. Viele Ausleger erklären, es habe ursprünglich so viel bedeutet wie: aus welchem Land? Johannes sucht nach Worten für eine Liebe, die nicht aus dieser Welt stammt. Und er sagt nicht nur, dass Gott uns Liebe zeigt, sondern dass er sie uns „geschenkt“ hat. Das griechische Verb steht in einer Zeitform, die eine abgeschlossene Handlung mit bleibender Wirkung beschreibt: Das Geschenk gilt.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Johannes schrieb an Gemeinden, in denen falsche Lehrer Unruhe stifteten. Sie behaupteten, eine höhere Erkenntnis zu haben, und verunsicherten die einfachen Christen. Johannes stärkt sie: Ihr müsst nichts Besonderes leisten oder wissen, um zu Gott zu gehören. Ihr seid schon seine Kinder. Das gilt bis heute für jeden, der an Jesus glaubt.

Nach dem Neuen Testament ist nicht automatisch jeder Mensch ein Kind Gottes. Alle Menschen sind Gottes Geschöpfe und von ihm geliebt (Johannes 3,16), aber Kind wird man durch den Glauben an Jesus. Das ist keine Ausgrenzung, sondern eine offene Einladung an jeden. Und wer Kind ist, lebt anders: Johannes sagt wenig später, dass man Gottes Kinder daran erkennt, dass sie nach seinem Willen handeln und einander lieben (3,10).

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Nimm es persönlich

Lies den Vers und setz deinen Namen ein: Gott nennt mich sein Kind – und ich bin es. Sag dir das an Tagen, an denen du an deinem Wert zweifelst.

2

Rede mit dem Vater

Ein Kind braucht keinen Termin beim Vater. Sprich heute mit Gott so offen, wie ein Kind mit einem guten Vater spricht.

3

Ein Geschenk zur Taufe

Schreib den Vers in eine Taufkarte oder häng das Bild ins Kinderzimmer. So hört ein Kind früh, wie sehr es geliebt ist.

Gebet

Vater im Himmel, ich staune, wie groß deine Liebe ist. Danke, dass ich durch Jesus dein Kind sein darf – nicht nur dem Namen nach, sondern wirklich. Hilf mir, als dein Kind zu leben, auch wenn andere es nicht verstehen. Amen.

1. Johannes 3,1 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Seht, welch eine Liebe“?
Mit diesen Worten beginnt 1. Johannes 3,1 in der Lutherbibel. Johannes ruft seine Leser auf, über Gottes Liebe zu staunen. Der größte Beweis dieser Liebe: Gott nennt Menschen, die an Jesus glauben, seine Kinder – und sie sind es wirklich.
Wer ist ein Kind Gottes?
Nach dem Neuen Testament wird man Kind Gottes durch den Glauben an Jesus Christus. Johannes schreibt in seinem Evangelium, dass Jesus allen, die ihn aufnahmen und an ihn glaubten, das Recht gab, Gottes Kinder zu werden (Johannes 1,12). Es ist ein Geschenk, keine Belohnung.
Passt 1. Johannes 3,1 als Taufspruch?
Ja, sehr gut. Der Vers spricht davon, dass Gott Menschen als seine Kinder annimmt, und genau darum geht es bei der Taufe. Er wird für Kinder- und Erwachsenentaufen gewählt und passt auch auf Karten zur Geburt.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G5043 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .