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Offenbarung 21,4Er wird alle ihre Tränen abwischen

Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen.

Offenbarung 21,4 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürTrauerBeerdigungTrostEwigkeitEwigkeitssonntagKrankheit
Bibelvers Offenbarung 21,4: Er wird alle ihre Tränen abwischen – Tautropfen auf weißer Rose
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Kurz erklärt

Offenbarung 21,4 verspricht: Gott „wird alle ihre Tränen abwischen“, und es wird keinen Tod, keine Trauer, kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Johannes hört diese Worte in seiner Vision vom neuen Himmel und der neuen Erde, kurz vor dem Ende der Bibel. Gott selbst wohnt dann bei den Menschen und beendet alles Leid. Der Vers wird oft für Traueranzeigen und Beerdigungen gewählt.

Geschrieben von
dem Apostel Johannes, verbannt auf der Insel Patmos
Gesprochen von
einer lauten Stimme vom Thron Gottes
Teil des Buches
die Schau vom neuen Himmel und der neuen Erde, Offenbarung 21,1–8
Art
Prophetische Vision vom Ziel der Geschichte

Griechisch

Das Schlüsselwort

exaleipsei er wird abwischen – auswischen, vollständig entfernen, tilgen

Aussprache
ex-a-LEIP-sei
Vorkommen
Das Grundwort „exaleipho“ steht nur 5-mal im Neuen Testament, zweimal davon für abgewischte Tränen.
Strong-Nummer
G1813ἐξαλείφωexaleipho · Verb · 5-mal im Neuen Testament„From ek and aleipho; to smear out, i.e. obliterate (erase tears, figuratively, pardon sin).“von „ek“ (heraus) und „aleipho“ (bestreichen, salben); herauswischen, also auslöschen (Tränen abwischen; bildlich: Sünde vergeben).Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G1813 · ganzer Eintrag ↗

„Exaleipho“ heißt wörtlich: herauswischen, auslöschen. Strong’s Wörterbuch nennt ausdrücklich zwei Anwendungen: Tränen abwischen und, bildlich, Sünde vergeben. Man kann an eine Schrift denken, die so gründlich ausgewischt wird, dass nichts mehr davon zu lesen ist. So gründlich will Gott mit dem Leid umgehen. Er deckt es nicht nur zu, er nimmt es ganz weg.

Dasselbe Wort gebraucht Petrus, als er die Menschen in Jerusalem zur Umkehr ruft, damit ihre Sünden ausgelöscht werden (Apostelgeschichte 3,19). In Offenbarung 3,5 verspricht Jesus, den Namen dessen, der überwindet, nicht aus dem Buch des Lebens zu löschen. Der Gott, der Schuld auslöscht, löscht am Ende auch das Leid aus. Beides gehört zusammen: Die Vergebung durch Jesus öffnet den Weg in die Welt ohne Tränen.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Offenbarung 21,4.

01

Am Ende der Bibel

Die Offenbarung beschreibt Kampf, Gericht und viel Leid. Doch in Kapitel 21 ändert sich der Ton. Johannes sieht einen neuen Himmel und eine neue Erde und die heilige Stadt, das neue Jerusalem, die von Gott herabkommt. Dann hört er eine laute Stimme vom Thron: „Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen!“ (21,3). Vers 4 sagt, was das für die Menschen bedeutet. Direkt danach spricht Gott selbst: „Ja, ich mache alles neu!“ (21,5). Was auf den ersten Seiten der Bibel begann, kommt hier an sein Ziel.

02

Gott wischt selbst die Tränen ab

Der Vers nennt, was vergehen wird: Tränen, Tod, Trauer, Weinen und Schmerz. Bemerkenswert ist, wer handelt. Gott schickt keinen Boten, er wischt die Tränen selbst ab – eine Geste, wie sie eine Mutter bei ihrem weinenden Kind macht. Das heißt auch: Die Tränen werden nicht übergangen. Gott nimmt sie ernst und tröstet persönlich. Die Begründung steht am Schluss: Die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen. Leid gehört zur alten Ordnung, nicht zu Gottes neuer Welt.

03

Ein altes Versprechen wird erfüllt

Johannes erfindet dieses Bild nicht. Schon Jesaja hatte angekündigt: „Den Tod wird er für immer beseitigen. Gott, der HERR, wird die Tränen von allen Gesichtern abwischen“ (Jesaja 25,8). Die Offenbarung greift dieses Versprechen auf und zeigt, dass es sich erfüllen wird. Auch in Offenbarung 7,17 steht derselbe Zuspruch für die, die aus großer Not kommen. Weil Jesus den Tod besiegt hat und als Erster von den Toten auferstanden ist (1. Korinther 15,20), ist diese Zusage kein frommer Wunsch, sondern hat einen festen Grund.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Johannes schrieb an sieben Gemeinden in Kleinasien, die unter Druck standen. Manche Christen litten unter Verfolgung, einige waren schon für ihren Glauben gestorben. Ihnen zeigt Gott, wie die Geschichte ausgeht: nicht mit dem Sieg des Bösen, sondern mit seiner neuen Welt. Dieselbe Hoffnung gilt allen, die zu Jesus gehören. Sie dürfen um ihre Verstorbenen trauern, aber nicht wie Menschen, die keine Hoffnung haben (1. Thessalonicher 4,13).

Wichtig ist der Zeitpunkt: Der Vers beschreibt die Zukunft, die mit der Wiederkunft von Jesus anbricht. Er verspricht nicht, dass Christen schon jetzt ohne Tränen leben. Auch Jesus hat am Grab seines Freundes Lazarus geweint (Johannes 11,35). Bis dahin darf geweint und geklagt werden. Aber die Tränen haben nicht das letzte Wort – Gott wird sie abwischen.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Tränen sind erlaubt

Wenn du um einen Menschen trauerst, musst du nicht stark wirken. Gott sieht jede Träne und nimmt sie ernst.

2

Den Vers weitergeben

Für eine Trauerkarte oder eine Traueranzeige ist der Vers ein leiser Trost. Schreib ein paar persönliche Worte dazu, etwa eine Erinnerung an den Verstorbenen.

3

Hoffnung in den Alltag mitnehmen

Wenn dich Schmerz oder Krankheit niederdrückt, sprich dir den ersten Satz des Verses langsam vor. Er erinnert dich: Das ist nicht das Ende der Geschichte.

Gebet

Gott, du siehst meine Tränen und kennst meinen Schmerz. Danke, dass du versprochen hast, alle Tränen abzuwischen und dem Tod ein Ende zu machen. Halte mich fest, bis ich deine neue Welt sehe. Amen.

Offenbarung 21,4 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Gott wird abwischen alle Tränen“?
Der Satz aus Offenbarung 21,4 verspricht, dass Gott in seiner neuen Welt allem Leid ein Ende setzt. Er selbst wird die Tränen der Menschen abwischen, und es wird keinen Tod, keine Trauer und keinen Schmerz mehr geben. Diese Zusage gilt allen, die zu Jesus gehören.
Passt Offenbarung 21,4 für eine Beerdigung oder Traueranzeige?
Ja, der Vers wird oft für Beerdigungen, Traueranzeigen und Trauerkarten gewählt. Er nimmt den Schmerz ernst und schenkt zugleich Hoffnung über den Tod hinaus.
Wer schrieb die Offenbarung?
Der Apostel Johannes, einer der zwölf Jünger von Jesus. Er schrieb sie gegen Ende des ersten Jahrhunderts, als er um seines Glaubens willen auf der Insel Patmos verbannt war (Offenbarung 1,9).

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G1813 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .