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Johannes 11,25Ich bin die Auferstehung und das Leben

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.

Johannes 11,25 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürTrauerBeerdigungOsternTrauerkarteHoffnungKonfirmation
Bibelvers Johannes 11,25: Ich bin die Auferstehung und das Leben – Holzkreuz zwischen blühenden Bäumen
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Kurz erklärt

In Johannes 11,25 sagt Jesus zu Marta: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Ihr Bruder Lazarus liegt seit vier Tagen im Grab, und Marta hofft auf eine Auferstehung am Ende der Zeit. Jesus zeigt ihr, dass diese Hoffnung an ihm selbst hängt: Wer an ihn glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Kurz darauf ruft er Lazarus aus dem Grab. Der Vers ist einer der wichtigsten Trostverse bei Beerdigungen.

Geschrieben von
dem Apostel Johannes, einem der zwölf Jünger
Gesprochen von
Jesus zu Marta in Betanien bei Jerusalem
Situation
Vier Tage nach dem Tod ihres Bruders Lazarus
Art
Eines der sieben „Ich bin“-Worte im Johannesevangelium

Griechisch

Das Schlüsselwort

anastasis Auferstehung – wörtlich: das Wieder-Aufstehen

Aussprache
a-NA-sta-sis
Vorkommen
42-mal im Neuen Testament, zweimal in Johannes 11,24–25.
Strong-Nummer
G386ἀνάστασιςanastasis · Substantiv, weiblich · 42-mal im Neuen Testament„From anistemi; a standing up again, i.e. (literally) a resurrection from death (individual, general or by implication, (its author)), or (figuratively) a (moral) recovery (of spiritual truth).“von anistemi (aufstehen); ein Wieder-Aufstehen, also (wörtlich) eine Auferstehung vom Tod (eines Einzelnen, allgemein oder übertragen: ihr Urheber) oder (bildlich) eine (sittliche) Wiederherstellung (geistlicher Wahrheit).Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G386 · ganzer Eintrag ↗

„Anastasis“ ist aus „ana“ (wieder, hinauf) und „stasis“ (Stehen) gebildet. Es beschreibt jemanden, der liegt und wieder aufsteht. Für die Bibel ist das ganz leiblich gemeint: Nicht nur die Seele lebt weiter, sondern Gott weckt den Menschen mit einem neuen Leib auf. Zur Zeit Jesu glaubten die Pharisäer an eine solche Auferstehung, die Sadduzäer bestritten sie (Apostelgeschichte 23,8). Marta teilte die Hoffnung der Pharisäer und dachte an den letzten Tag.

Als Paulus in Athen predigte, verkündete er „Jesus und die Auferstehung“. Manche Zuhörer meinten offenbar, er rede von zwei fremden Gottheiten (Apostelgeschichte 17,18). So ungewohnt war der Gedanke für griechische Ohren. Für die ersten Christen war die Auferstehung kein Randthema, sondern das Fundament: Ist Christus nicht auferstanden, ist der Glaube nutzlos (1. Korinther 15,14).

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Johannes 11,25.

01

Vier Tage zu spät?

Lazarus ist krank, und seine Schwestern Marta und Maria lassen Jesus rufen. Doch Jesus bleibt noch zwei Tage, wo er ist (Johannes 11,6). Als er in Betanien ankommt, liegt Lazarus seit vier Tagen im Grab. Marta läuft ihm entgegen und sagt, was viele Trauernde denken: „Herr, wärst du hier gewesen, wäre mein Bruder nicht gestorben.“ Jesus antwortet: „Dein Bruder wird auferstehen.“ Marta stimmt zu – sie glaubt an die Auferstehung am letzten Tag. Doch das ist ihr in diesem Moment ein ferner Trost.

02

Nicht nur ein Ereignis, sondern eine Person

Jesus holt die Hoffnung aus der fernen Zukunft in die Gegenwart. Er sagt nicht: Es wird eine Auferstehung geben. Er sagt: Ich bin sie. Dann folgen zwei Zusagen. Wer an ihn glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt – der Tod ist nicht das Ende. Und wer lebt und glaubt, wird niemals sterben (Vers 26) – der Tod kann die Verbindung zu Gott nicht mehr zerreißen. Zum Schluss fragt Jesus persönlich: „Glaubst du das, Marta?“ Sie antwortet mit einem der klarsten Bekenntnisse im Evangelium (Vers 27).

03

Jesus weint – und ruft

Obwohl Jesus weiß, was er gleich tun wird, weint er am Grab seines Freundes (Vers 35). Er nimmt die Trauer ernst und ist zugleich zornig über die Macht des Todes (Vers 33). Dann lässt er den Stein wegrollen und ruft: „Lazarus, komm heraus!“ Die vier Tage machen klar, dass Lazarus wirklich tot war. Ausgerechnet dieses Wunder bringt die religiöse Führung dazu, Jesu Tod zu beschließen (Vers 53). Lazarus musste später noch einmal sterben. Jesus aber wird kurze Zeit später auferstehen und nie mehr sterben.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst galt dieses Wort einer trauernden Frau, die ihren Bruder verloren hatte. Jesus hat ihr keine Erklärung gegeben, sondern sich selbst. Das gilt für alle, die ihm vertrauen. Paulus schreibt an Christen, die um Verstorbene trauerten: Ihr sollt nicht traurig sein wie die, die keine Hoffnung haben, denn wie Jesus auferstanden ist, wird Gott auch die Entschlafenen mit ihm zurückbringen (1. Thessalonicher 4,13–14).

„Auch wenn er stirbt“ – Jesus leugnet den Tod nicht. Auch Glaubende sterben, und Trauer ist erlaubt; Jesus selbst hat geweint. Aber der Tod hat nicht das letzte Wort. Die Auferweckung des Lazarus war eine Rückkehr in das alte Leben. Die Auferstehung, die Jesus verspricht, ist mehr: ein neues, unvergängliches Leben mit einem neuen Leib (1. Korinther 15,42–44). Ostern ist die Bestätigung dieser Zusage.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Sag Jesus deine Enttäuschung

Marta sprach ihren Vorwurf offen aus, und Jesus wies sie nicht ab. Auch du darfst ihm sagen, was du nicht verstehst und was dich verletzt hat.

2

Beantworte seine Frage

„Glaubst du das?“ fragt Jesus nicht nur Marta. Nimm dir Zeit, diese Frage für dich ehrlich zu beantworten – vielleicht mit einem Gebet oder einem Gespräch mit jemandem, der glaubt.

3

Trost weitergeben

Schreib jemandem, der einen Menschen verloren hat, ein paar persönliche Zeilen. Du musst nichts erklären; der Vers und ein ehrliches „Ich denke an dich“ genügen.

Gebet

Herr Jesus, du bist die Auferstehung und das Leben. Du kennst meinen Schmerz und hast selbst am Grab geweint. Stärke meinen Glauben, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, und schenk mir Hoffnung über das Grab hinaus. Amen.

Johannes 11,25 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Ich bin die Auferstehung und das Leben“?
Jesus sagt damit, dass die Auferstehung der Toten nicht nur ein Ereignis am Ende der Zeit ist, sondern an ihm hängt. Wer ihm vertraut, wird leben, auch wenn er stirbt, und die Verbindung zu Gott kann durch den Tod nicht zerrissen werden.
Zu wem sagte Jesus „Ich bin die Auferstehung und das Leben“?
Zu Marta, der Schwester des Lazarus, in Betanien bei Jerusalem. Lazarus war vier Tage zuvor gestorben. Nach diesem Gespräch ging Jesus zum Grab und erweckte Lazarus vom Tod.
Passt Johannes 11,25 als Spruch für Beerdigung oder Trauerkarte?
Ja, er gehört zu den am häufigsten gewählten Versen bei christlichen Beerdigungen. Er spricht offen vom Tod und stellt ihm die Hoffnung auf die Auferstehung gegenüber. Auch zu Ostern wird er oft verwendet.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G386 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .