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Matthäus 19,26Bei Gott ist alles möglich

Menschlich gesehen ist es unmöglich. Aber bei Gott ist alles möglich.

Matthäus 19,26 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürErmutigungHoffnungGlaubeKriseKonfirmation
Bibelvers Matthäus 19,26: Bei Gott ist alles möglich – Kamele in enger Felsschlucht
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Kurz erklärt

In Matthäus 19,26 sagt Jesus: „Menschlich gesehen ist es unmöglich. Aber bei Gott ist alles möglich.“ Er antwortet damit seinen erschrockenen Jüngern, die gefragt hatten, wer denn überhaupt gerettet werden kann. Der Vers sagt: Kein Mensch kann sich den Weg zu Gott selbst bahnen, aber Gott kann tun, was für uns unmöglich ist. Darum ist er ein beliebter Spruch für Zeiten, in denen man selbst nicht mehr weiterweiß.

Gesprochen von
Jesus, zu seinen Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem
Geschrieben von
dem Apostel Matthäus, früher Zolleinnehmer
Situation
nach der Begegnung mit dem reichen jungen Mann
Parallelen
Markus 10,27 und Lukas 18,27

Griechisch

Das Schlüsselwort

dynata möglich – eigentlich: was jemand kann, wozu er die Kraft hat

Aussprache
dy-na-TA
Vorkommen
Das Grundwort „dynatos“ steht 32-mal im Neuen Testament.
Strong-Nummer
G1415δυνατόςdynatos · Adjektiv · 32-mal im Neuen Testament„From dunamai; powerful or capable (literally or figuratively); neuter possible.“von dynamai (können); mächtig oder fähig (wörtlich oder bildlich); in der sächlichen Form: möglich.Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G1415 · ganzer Eintrag ↗

„Dynatos“ gehört zur selben Wortfamilie wie „dynamis“, das griechische Wort für Kraft. Möglich ist, wozu jemand die Kraft hat. Im Vers stehen zwei Wörter direkt nebeneinander: „adynaton“ – unmöglich, wörtlich „ohne Kraft“ – für den Menschen, und „dynata“ – möglich – für Gott. Der Unterschied liegt nicht in der Aufgabe, sondern in dem, der sie lösen soll.

Dasselbe Wort betet Jesus später selbst im Garten Gethsemane: „Abba, Vater, alles ist dir möglich“ (Markus 14,36). Und gleich danach sagt er: Nicht mein Wille, sondern deiner. Gottes Allmacht und Gottes Wille gehören zusammen. Der Engel sagte zu Maria Ähnliches, als er ihr die Geburt Jesu ankündigte: Für Gott ist nichts unmöglich (Lukas 1,37).

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Matthäus 19,26.

01

Ein reicher Mann geht traurig weg

Kurz vorher kommt ein junger Mann zu Jesus und fragt, was er Gutes tun muss, um das ewige Leben zu bekommen (Matthäus 19,16). Er hat die Gebote gehalten, sagt er. Doch als Jesus ihn auffordert, seinen Besitz den Armen zu geben und ihm nachzufolgen, geht er traurig weg. Sein Reichtum hält ihn fest. Jesus sagt danach zu seinen Jüngern: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt (Vers 24).

02

Wer kann dann gerettet werden?

Die Jünger sind entsetzt. Viele Juden sahen Reichtum damals als Zeichen von Gottes Segen. Wenn schon ein frommer, gesegneter Mann keine Chance hat, wer dann? Jesus schaut sie an und gibt die Antwort des Verses. Er nimmt nichts zurück: Aus eigener Kraft schafft es niemand, weder der Reiche noch der Arme. Rettung ist kein Projekt, das Menschen gelingt. Sie ist ein Werk Gottes. Gerade das macht Hoffnung, denn was Gott tut, hängt nicht an unserer Leistung.

03

Das Kamel und das Nadelöhr

Manche erklären, das „Nadelöhr“ sei ein kleines Stadttor in Jerusalem gewesen, durch das ein Kamel mühsam kriechen konnte. Für ein solches Tor gibt es aber keinen Beleg. Jesus meint wirklich eine Nähnadel und das größte Tier, das man in Israel kannte. Das Bild ist bewusst übertrieben, es soll unmöglich klingen. Genau darum geht es: Nicht schwierig, sondern unmöglich. Erst dann wird klar, dass nur Gott hier etwas ausrichten kann. Schon Abraham und Sara hörten, dass für Gott nichts zu schwer ist (1. Mose 18,14).

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst sprach Jesus zu seinen Jüngern, und es ging um die Frage, wie ein Mensch gerettet wird. Der Vers ist also zuerst eine Aussage über das Heil: Niemand kann sich den Himmel verdienen, aber Gott kann Menschen verändern und retten. Paulus sagt es später so: Aus Gnade seid ihr gerettet, nicht durch eigene Werke (Epheser 2,8–9). Was beim reichen jungen Mann unmöglich schien, hat Gott bei anderen getan, etwa beim reichen Zöllner Zachäus (Lukas 19,1–10).

Darüber hinaus gilt: Gott ist allmächtig, auch in Krankheit, Schuld oder ausweglosen Lagen. Der Vers ist aber kein Versprechen, dass Gott jeden Wunsch erfüllt. Jesus selbst betete „alles ist dir möglich“ und fügte hinzu, dass nicht sein Wille geschehen solle, sondern der des Vaters. Wer diesem Gott vertraut, darf groß bitten und ihm zugleich die Antwort überlassen.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Nenn dein Unmöglich

Schreib auf, was dir gerade unmöglich vorkommt: eine zerbrochene Beziehung, eine Sucht, ein Mensch, der nichts von Gott wissen will. Bring genau das im Gebet zu Gott.

2

Lass los, was dich festhält

Den reichen Mann hielt sein Besitz fest. Frag dich ehrlich, was dich davon abhält, Jesus ganz zu vertrauen – Geld, Ansehen, Sicherheit oder etwas anderes.

3

Gib niemanden auf

Wenn du für einen Menschen betest, der weit weg von Gott scheint, erinnere dich: Menschen kann man nicht bekehren, aber Gott kann es. Bete weiter.

Gebet

Herr Jesus, ich kann mich nicht selbst retten und vieles in meinem Leben nicht ändern. Aber bei dir ist alles möglich. Ich bringe dir, was mir unmöglich erscheint, und vertraue darauf, dass dein Wille gut ist. Amen.

Matthäus 19,26 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Bei Gott ist alles möglich“?
Jesus sagt damit: Was Menschen aus eigener Kraft nicht schaffen, kann Gott tun. Im Zusammenhang geht es zuerst um die Rettung: Niemand kann sich das ewige Leben verdienen, aber Gott kann jeden Menschen retten. Darüber hinaus ist der Vers ein Trost, dass Gottes Macht keine Grenzen hat.
In welchem Zusammenhang sagte Jesus Matthäus 19,26?
Nach der Begegnung mit dem reichen jungen Mann, der traurig wegging, weil er seinen Besitz nicht loslassen wollte. Jesus sprach vom Kamel und dem Nadelöhr, und die erschrockenen Jünger fragten, wer dann überhaupt gerettet werden könne. Darauf antwortete er mit diesem Satz.
Passt Matthäus 19,26 als Konfirmationsspruch?
Ja. Der Vers macht Mut, wenn das Leben größer erscheint als die eigenen Kräfte, und er erinnert daran, dass der Glaube auf Gottes Möglichkeiten baut, nicht auf die eigenen. Er passt auch gut als Spruch für schwere Zeiten oder als Ermutigung in einer Karte.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G1415 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .