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Lukas 1,37Bei Gott ist nichts unmöglich

Denn bei Gott ist nichts unmöglich.

Lukas 1,37 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürWeihnachtenAdventErmutigungGlaubeHoffnung
Bibelvers Lukas 1,37: Bei Gott ist nichts unmöglich – Blühende Wüste im Abendlicht
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Kurz erklärt

In Lukas 1,37 sagt der Engel Gabriel zu Maria: „Denn bei Gott ist nichts unmöglich.“ Er hat ihr eben angekündigt, dass sie durch den Heiligen Geist den Sohn Gottes zur Welt bringen wird, obwohl sie noch Jungfrau ist. Als Zeichen nennt er ihre betagte Verwandte Elisabeth, die gegen alle Erwartung schwanger ist. Der Vers gehört zur Weihnachtsgeschichte und ermutigt, Gott auch dort zu vertrauen, wo Menschen keinen Weg mehr sehen.

Geschrieben von
Lukas, Arzt und Reisebegleiter des Apostels Paulus
Gesprochen von
dem Engel Gabriel zu Maria in Nazareth
Situation
die Ankündigung der Geburt von Jesus
Anklang an
Gottes Frage an Abraham und Sara (1. Mose 18,14)

Griechisch

Das Schlüsselwort

adynatesei wird unmöglich sein – kraftlos sein, nichts ausrichten können

Aussprache
a-dy-na-TE-sei
Vorkommen
Das Verb „adynateo“ steht nur 2-mal im Neuen Testament – hier und in Matthäus 17,20.
Strong-Nummer
G101ἀδυνατέωadynateo · Verb · 2-mal im Neuen Testament„From adunatos; to be unable, i.e. (passively) impossible.“von „adunatos“ (kraftlos, unmöglich); unfähig sein, also (in der Leideform) unmöglich sein.Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G101 · ganzer Eintrag ↗

„Adynateo“ ist das verneinte Gegenstück zu „dynamai“, können, vermögen. Aus derselben Wurzel kommt „dynamis“, Kraft. Strong’s Wörterbuch erklärt das Wort mit „unfähig sein“ und, in der Leideform, „unmöglich sein“. Das andere Mal steht es in Matthäus 17,20: Jesus sagt seinen Jüngern, dass ihnen mit einem Glauben, so klein wie ein Senfkorn, nichts unmöglich sein wird.

Wörtlich lautet Lukas 1,37: „Denn kein Wort wird bei Gott kraftlos sein.“ Für „Wort“ steht „rhema“, das gesprochene Wort, aber auch die Sache, um die es geht. Beides passt: Was Gott sagt, das kann er auch tun. Darum antwortet Maria gleich danach: „Möge alles, was du gesagt hast, wahr werden und mir geschehen.“ (Vers 38) Sie verlässt sich nicht auf eine allgemeine Allmacht, sondern auf Gottes konkretes Wort an sie.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Lukas 1,37.

01

Zwei Ankündigungen

Lukas beginnt sein Evangelium mit zwei Geburtsankündigungen. Zuerst erscheint der Engel Gabriel dem alten Priester Zacharias im Tempel: Seine Frau Elisabeth, die als unfruchtbar galt, wird einen Sohn bekommen – Johannes den Täufer. Sechs Monate später schickt Gott denselben Engel nach Nazareth zu Maria, einer jungen Frau, die mit Josef verlobt ist. Sie soll den Sohn des Höchsten zur Welt bringen. Maria fragt: „Aber wie kann ich ein Kind bekommen? Ich bin noch Jungfrau.“ (1,34) Gabriel antwortet mit dem Wirken des Heiligen Geistes, mit dem Zeichen Elisabeths und mit diesem Satz.

02

Fragen ist erlaubt

Zacharias und Maria stellen ähnliche Fragen, doch der Engel reagiert verschieden. Zacharias will ein Zeichen, weil er der Zusage nicht traut, und verstummt bis zur Geburt seines Sohnes. Maria fragt nach dem Wie. Sie zweifelt nicht daran, dass Gott es tun kann, sie versteht nur nicht, wie es geschehen soll. Gabriel erklärt es ihr und zeigt auf Elisabeth. Der Satz „Bei Gott ist nichts unmöglich“ ist deshalb keine Ausrede für Unverständliches, sondern eine Begründung: Der Gott, der bei Elisabeth gehandelt hat, wird auch bei Maria handeln.

03

Ein Echo aus der Geschichte Abrahams

Wer das Alte Testament kennt, hört in diesem Satz ein Echo. Als Sara über die Ankündigung lachte, dass sie im hohen Alter noch einen Sohn bekommen sollte, fragte Gott: Sollte für den HERRN etwas zu schwer sein? (1. Mose 18,14). In der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, die zur Zeit von Jesus verbreitet war, stehen dort dieselben Wörter wie in Lukas 1,37: „unmöglich sein“, „bei Gott“ und „Wort“. Lukas zeigt damit: Der Gott Abrahams und Saras handelt wieder – und diesmal noch größer.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst galt der Satz Maria in einer ganz bestimmten Lage: Gott hatte ihr etwas versprochen, das menschlich unmöglich war. Der Satz begründet also eine konkrete Zusage Gottes. So darf man ihn auch heute lesen: Gott kann tun, was er versprochen hat, auch wenn alles dagegen spricht. Seine größte Zusage hat sich in Jesus erfüllt – Gott wurde Mensch, um uns zu retten. Jesus selbst sagt später: „Menschlich gesehen ist es unmöglich. Aber bei Gott ist alles möglich.“ (Matthäus 19,26)

Der Vers ist kein Blankoscheck für jeden Wunsch. Gott handelt nicht gegen sein eigenes Wesen und nicht gegen sein Wort. Aber wer betet, muss nicht kleinlaut beten, denn Gott ist nicht an das gebunden, was wir für machbar halten. Maria zeigt die passende Antwort: Sie stellt sich Gott zur Verfügung und vertraut darauf, dass er sein Wort hält, auch wenn sie noch nicht weiß, was das für sie bedeuten wird.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Benenne dein „Unmöglich“

Gibt es etwas in deinem Leben, das du innerlich abgeschrieben hast – eine Beziehung, eine Krankheit, eine Last? Sag es Gott ehrlich und vertrau ihm an, was du selbst nicht lösen kannst.

2

Frag wie Maria

Du darfst Gott fragen, wie etwas gehen soll. Ehrliche Fragen sind kein Unglaube, solange du bereit bist, ihm zu vertrauen.

3

Ein Vers für die Weihnachtszeit

Schreib den Vers in eine Weihnachtskarte. Er erinnert daran, dass Weihnachten mit einem Wunder begann, das niemand für möglich gehalten hätte.

Gebet

Gott, für dich ist nichts unmöglich. Du siehst, was mir unlösbar erscheint. Hilf mir, wie Maria deinem Wort zu vertrauen, auch wenn ich nicht verstehe, wie es geschehen soll. Amen.

Lukas 1,37 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Wo steht „Bei Gott ist kein Ding unmöglich“?
Der Satz steht in Lukas 1,37. Der Engel Gabriel sagt ihn zu Maria, als er ihr die Geburt von Jesus ankündigt. Luther übersetzte: „Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.“ In der Bibel „Neues Leben“ heißt es: „Denn bei Gott ist nichts unmöglich.“
Wer sagte „Bei Gott ist nichts unmöglich“?
Der Engel Gabriel. Gott hatte ihn nach Nazareth zu Maria geschickt. Mit dem Satz antwortet er auf ihre Frage, wie sie als Jungfrau ein Kind bekommen soll, und verweist auf ihre Verwandte Elisabeth, die im hohen Alter schwanger geworden war.
Passt Lukas 1,37 zu Weihnachten?
Ja, der Vers gehört zur Vorgeschichte von Weihnachten. Er erinnert daran, dass die Geburt von Jesus ein Wunder Gottes ist, und eignet sich für Weihnachtskarten, Adventsandachten und als Zuspruch in ausweglosen Lagen.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G101 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .