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christliche bilderVers für heute

Matthäus 17,20Glaube so groß wie ein Senfkorn

Ich versichere euch: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr zu diesem Berg sagen: ›Rücke dich von hier nach da‹, und er würde sich bewegen. Nichts wäre euch unmöglich.

Matthäus 17,20 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürKonfirmationGlaubeErmutigungZweifelGebet
Bibelvers Matthäus 17,20: Glaube so groß wie ein Senfkorn – Blühendes Senffeld vor Bergen
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Kurz erklärt

In Matthäus 17,20 sagt Jesus seinen Jüngern: Schon ein Glaube so klein wie ein Senfkorn kann Berge versetzen. Anlass ist ein kranker Junge, den die Jünger nicht heilen konnten. Jesus erklärt ihr Scheitern mit ihrem „geringen Glauben“ und macht zugleich Mut: Es kommt nicht auf die Größe des Glaubens an, sondern darauf, dass er sich ganz auf Gott verlässt. Der Vers ist ein beliebter Konfirmationsspruch und tröstet alle, die ihren Glauben für zu schwach halten.

Geschrieben von
Matthäus, Zolleinnehmer und einer der zwölf Apostel
Gesprochen von
Jesus zu seinen Jüngern, nach der Heilung eines Jungen
Zusammenhang
gleich nach der Verklärung Jesu auf dem Berg (Matthäus 17,1–13)
Parallelen
Markus 9,14–29; Lukas 17,6

Griechisch

Das Schlüsselwort

sinapeos Senf – die Senfpflanze und ihr winziges Samenkorn

Aussprache
si-NA-pe-os
Vorkommen
Das Wort steht nur 5-mal im Neuen Testament, immer im Ausdruck „Senfkorn“.
Strong-Nummer
G4615σίναπιsinapi · Substantiv, sächlich · 5-mal im Neuen Testament„Perhaps from sinomai (to hurt, i.e. sting); mustard (the plant)“Vielleicht von „sinomai“ (verletzen, also: stechen); Senf (die Pflanze).Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G4615 · ganzer Eintrag ↗

„Sinapi“ ist der Senf, eine Pflanze, die in Israel auf Feldern angebaut wurde. Ihr Samenkorn war das kleinste, das ein Bauer damals aussäte, kaum größer als ein Stecknadelkopf. Daraus wächst aber eine Staude, die über mannshoch werden kann. Jesus benutzt dasselbe Bild im Gleichnis vom Senfkorn: Aus dem kleinsten Samen wird eine Pflanze, in deren Zweigen Vögel nisten (Matthäus 13,31–32).

Im Neuen Testament kommt das Wort nur in diesen beiden Bildern vor: für das Reich Gottes und für den Glauben. Beide Male lautet die Botschaft: Gott fängt klein an. Ein winziger Same trägt das Leben schon in sich. Genauso ist auch ein kleiner Glaube kein wertloser Glaube, wenn er auf den lebendigen Gott gerichtet ist.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Matthäus 17,20.

01

Vom Berg ins Tal

Kurz vorher haben Petrus, Jakobus und Johannes Jesus auf einem Berg in göttlicher Herrlichkeit gesehen (Matthäus 17,1–8). Unten wartet die Not: Ein Vater bringt seinen Sohn, der schwere Anfälle hat und oft ins Feuer oder ins Wasser fällt. Die übrigen Jünger haben versucht zu helfen und sind gescheitert. Jesus heilt den Jungen sofort. Später, als sie unter sich sind, fragen die Jünger Jesus: „Warum konnten wir diesen Dämon nicht austreiben?“ Jesu Antwort beginnt ernüchternd: „Weil euer Glaube so gering ist.“

02

Klein, aber echt

Das scheint ein Widerspruch: Jesus tadelt den geringen Glauben und lobt im selben Atemzug den Glauben, der nur so groß ist wie ein Senfkorn. Doch gemeint ist nicht die Menge, sondern die Art des Glaubens. Die Jünger hatten von Jesus Vollmacht bekommen (Matthäus 10,1). Vielleicht verließen sie sich auf diese Gabe statt auf Gott selbst. Echter Glaube, auch wenn er winzig ist, schaut weg von sich und hin zu Gott. Nicht der Glaube versetzt den Berg, sondern Gott, dem dieser Glaube vertraut.

03

Berge versetzen

„Berge versetzen“ war ein bildhafter Ausdruck für etwas, das menschlich unmöglich ist. Auch Paulus kennt ihn, wenn er von einem Glauben schreibt, der Berge versetzen kann (1. Korinther 13,2). Jesus meint also nicht, dass Christen Landschaften umbauen sollen, sondern dass Gott scheinbar unüberwindliche Hindernisse aus dem Weg räumen kann. Übrigens fehlt in vielen alten Handschriften Vers 21 über Gebet und Fasten. Die NLB fasst die Verse 20 und 21 deshalb zusammen. Bei Markus sagt Jesus an dieser Stelle, dass solche Fälle nur durch Gebet möglich sind (Markus 9,29).

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst sprach Jesus zu Jüngern, die ihn persönlich begleiteten und von ihm ausgesandt waren. Sie mussten lernen, dass ihre Vollmacht nicht in ihnen selbst lag, sondern in ihrer Verbindung zu Gott. Für uns gilt dasselbe: Wer wenig Glauben hat, muss sich nicht schämen, sondern darf mit diesem wenigen zu Gott kommen. Der Vater des Jungen betet bei Markus: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24).

„Nichts wäre euch unmöglich“ ist kein Freibrief, mit genug Glaubenskraft alles zu erzwingen. Glaube ist kein Werkzeug, um Gott zu steuern, sondern Vertrauen auf seinen Willen. Johannes schreibt, dass Gott uns erhört, wenn wir um etwas bitten, das seinem Willen entspricht (1. Johannes 5,14). Jesus selbst betete im Garten Gethsemane: Nicht wie ich will, sondern wie du willst (Matthäus 26,39).

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Benenn deinen Berg

Welches Problem wirkt bei dir gerade unverrückbar: eine Krankheit, ein Konflikt, eine Angst? Sprich es vor Gott offen aus und vertrau es ihm an, auch wenn dein Glaube dir klein vorkommt.

2

Bete trotz Zweifel

Du musst nicht warten, bis dein Glaube groß genug ist. Bete wie der Vater bei Markus: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben.“ Mit diesem ehrlichen Gebet fängt Senfkornglaube an.

3

Ein Senfkorn als Erinnerung

Leg ein paar Senfkörner in ein kleines Glas auf deinen Schreibtisch oder Nachttisch. Sie erinnern dich daran: Gott braucht keinen großen Glauben, sondern einen echten.

Gebet

Herr Jesus, mein Glaube ist oft klein und schwankend. Danke, dass es nicht auf seine Größe ankommt, sondern auf dich. Ich lege dir den Berg hin, der mir im Weg steht. Hilf meinem Unglauben und lass mich erleben, dass bei dir nichts unmöglich ist. Amen.

Matthäus 17,20 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Glaube wie ein Senfkorn“?
Das Senfkorn war das kleinste Samenkorn, das Bauern damals säten. Jesus sagt damit: Schon ein winziger Glaube kann Großes bewirken, wenn er sich ganz auf Gott verlässt. Entscheidend ist nicht die Menge des Glaubens, sondern dass er echt ist und auf Gott vertraut.
Was heißt „Glaube versetzt Berge“?
„Berge versetzen“ ist ein Bild für etwas, das menschlich unmöglich erscheint. Jesus verspricht, dass Gott solche Hindernisse überwinden kann. Gemeint ist kein Zaubertrick, sondern Gottes Macht, die durch Vertrauen auf ihn wirkt.
Passt Matthäus 17,20 als Konfirmationsspruch?
Ja, der Vers wird gern zur Konfirmation gewählt. Er macht jungen Menschen Mut, die ihren Glauben noch klein oder unsicher finden: Gott fängt mit dem Kleinen an und lässt es wachsen.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G4615 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .