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1. Petrus 1,3Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung

Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, denn er hat uns in seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren. Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist.

1. Petrus 1,3 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürOsternTrauerTaufeHoffnungNeuanfang
Bibelvers 1. Petrus 1,3: Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung – Frühlingswiese bei Sonnenaufgang
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Kurz erklärt

1. Petrus 1,3 ist ein Lobpreis am Anfang des Briefes: Gott hat uns aus großer Barmherzigkeit neu geboren und uns eine lebendige Hoffnung geschenkt. Der Grund dafür ist ein Ereignis: Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. Petrus schreibt an Christen, die als Fremde verstreut leben und unter Druck stehen. Der Vers passt zu Ostern, zur Taufe und in Zeiten der Trauer, weil er Hoffnung nicht auf Gefühle, sondern auf das leere Grab gründet.

Geschrieben von
dem Apostel Petrus, einem der zwölf Jünger
Gerichtet an
Christen in fünf Provinzen Kleinasiens (heutige Türkei)
Entstanden
wohl in Rom, das Petrus „Babylon“ nennt (1. Petrus 5,13)
Art
Lobpreis Gottes am Beginn eines Briefes

Griechisch

Das Schlüsselwort

elpida Hoffnung – eine gewisse, freudige Erwartung

Aussprache
el-PI-da
Vorkommen
Das Grundwort „elpis“ steht 53-mal im Neuen Testament.
Strong-Nummer
G1680ἐλπίςelpis · Substantiv, weiblich · 53-mal im Neuen Testament„From a primary elpo (to anticipate, usually with pleasure); expectation (abstractly or concretely) or confidence“von einem Grundwort „elpo“ (vorausschauend erwarten, gewöhnlich mit Freude); Erwartung (allgemein oder konkret) oder ZuversichtStrong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G1680 · ganzer Eintrag ↗

Im Deutschen klingt „Hoffnung“ oft unsicher: Ich hoffe, dass es morgen nicht regnet. Das griechische „elpis“ meint mehr. Strong’s Wörterbuch nennt es eine Erwartung, „gewöhnlich mit Freude“, und ein Vertrauen. Biblische Hoffnung ist kein Wunschdenken, sondern die feste Erwartung dessen, was Gott versprochen hat. Sie ist sicher, auch wenn sie noch nicht sichtbar ist (Römer 8,24–25).

Petrus nennt diese Hoffnung „lebendig“. Er liebt das Wort: Er spricht vom lebendigen Wort Gottes (1,23) und von Jesus als lebendigem Stein (2,4). Eine lebendige Hoffnung stirbt nicht, wenn Pläne scheitern oder Menschen sterben. Sie lebt, weil der lebt, auf den sie sich gründet. Paulus nennt Jesus Christus deshalb einfach „unsere Hoffnung“ (1. Timotheus 1,1).

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von 1. Petrus 1,3.

01

Ein Brief an Fremde

Petrus schreibt an die „Auserwählten Gottes, die als Fremde“ in Pontus, Galatien, Kappadozien, der Provinz Asien und Bithynien leben (1,1). Diese Christen gehören nicht mehr ganz dazu. Ihre Nachbarn verstehen sie nicht, manche werden verspottet oder benachteiligt. Der Brief spricht oft von Leid, das sie ertragen müssen (1,6; 4,12). Doch bevor Petrus über Schwierigkeiten redet, lobt er Gott. Der Brief beginnt mit dem Grund, warum Christen trotz allem froh sein können.

02

Neu geboren zu einer Hoffnung

„Gelobt sei Gott“ ist eine alte jüdische Gebetsform. Paulus beginnt zwei seiner Briefe genauso (2. Korinther 1,3; Epheser 1,3). Petrus nennt drei Gründe zum Loben: Gott ist barmherzig. Er hat uns „wiedergeboren“, also ein ganz neues Leben geschenkt. Das erinnert an das Gespräch von Jesus mit Nikodemus (Johannes 3,3). Und dieses neue Leben hat ein Ziel: eine lebendige Hoffnung. In den nächsten Versen beschreibt Petrus sie als ein unvergängliches Erbe, das im Himmel für uns aufbewahrt wird (Vers 4).

03

Petrus weiß, wovon er spricht

Kaum jemand kannte tote Hoffnung so gut wie Petrus. In der Nacht vor der Kreuzigung hatte er Jesus dreimal verleugnet. Danach war alles vorbei: Sein Meister lag im Grab, sein eigenes Versagen stand ihm vor Augen. Doch am Ostertag erschien der Auferstandene ihm persönlich (Lukas 24,34; 1. Korinther 15,5). Später fragte Jesus ihn dreimal: „Liebst du mich?“ und gab ihm einen neuen Auftrag (Johannes 21). Wenn Petrus von lebendiger Hoffnung schreibt, spricht er aus eigener Erfahrung.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst galt der Brief Christen in Kleinasien im ersten Jahrhundert, die wegen ihres Glaubens unter Druck standen. Aber was Petrus beschreibt, gilt für alle, die an Jesus glauben: Gott schenkt ein neues Leben, das nicht von unserer Leistung abhängt, sondern von seiner Barmherzigkeit. Petrus spricht von „uns“ – er stellt sich mit seinen Lesern auf eine Stufe.

Wichtig ist das Fundament: Die Hoffnung stützt sich auf ein geschichtliches Ereignis, die Auferstehung von Jesus. Paulus sagt: Wenn Christus nicht auferstanden wäre, wäre unser Glaube vergeblich (1. Korinther 15,17). Weil er aber auferstanden ist, hat der Tod nicht das letzte Wort. Darum können Christen auch an einem Grab von Hoffnung sprechen, ohne die Trauer zu überspielen.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Fang mit Lob an

Petrus beginnt nicht mit seinen Sorgen, sondern mit Gott. Probier es morgen früh aus: Bevor du über deine Aufgaben nachdenkst, danke Gott für eine Sache, die er dir geschenkt hat.

2

Prüf deine Hoffnungen

Worauf hoffst du gerade – auf Gesundheit, Erfolg, einen Menschen? Das ist nicht falsch. Aber frag dich, was bleibt, wenn diese Hoffnungen enttäuscht werden. Die Hoffnung auf den Auferstandenen bleibt.

3

Ein Ostergruß für Trauernde

Schick das Bild zu Ostern an jemanden, der in diesem Jahr einen Menschen verloren hat. Es sagt mehr als „Frohe Ostern“ und nimmt die Trauer ernst.

Gebet

Gott und Vater, ich lobe dich für deine große Barmherzigkeit. Danke, dass du mir durch Jesus ein neues Leben schenkst. Weil er von den Toten auferstanden ist, habe ich eine Hoffnung, die nicht stirbt. Lass sie in mir lebendig bleiben, auch an dunklen Tagen. Amen.

1. Petrus 1,3 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „lebendige Hoffnung“ in 1. Petrus 1,3?
Eine lebendige Hoffnung ist eine Hoffnung, die nicht stirbt, weil sie sich auf den lebendigen Jesus gründet. Sie ist kein Wunschdenken, sondern eine feste Erwartung: Weil Jesus von den Toten auferstanden ist, werden auch die, die an ihn glauben, leben und Gottes unvergängliches Erbe empfangen.
Wer schrieb den 1. Petrusbrief?
Der Apostel Petrus, einer der zwölf Jünger von Jesus. Er nennt sich gleich im ersten Vers als Absender. Er schrieb den Brief wohl in Rom, das er „Babylon“ nennt (1. Petrus 5,13), an Christen in mehreren Provinzen Kleinasiens.
Passt 1. Petrus 1,3 zu Ostern oder als Taufspruch?
Ja, zu beidem. Der Vers verbindet die Auferstehung von Jesus mit der Hoffnung der Christen, darum ist er ein beliebter Ostervers. Weil er von der Neugeburt durch Gott spricht, wird er auch als Taufspruch gewählt – und bei Beerdigungen als Wort der Hoffnung.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G1680 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .