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1. Mose 1,27So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild

So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.

1. Mose 1,27 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürTaufeGeburtHochzeitSelbstwertSchöpfung
Bibelvers 1. Mose 1,27: So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild – Paar auf dem Hügel bei Sonnenaufgang
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Kurz erklärt

In 1. Mose 1,27 erschafft Gott den Menschen als Höhepunkt der Schöpfung: nach seinem Bild, als Mann und Frau. Jeder Mensch trägt damit eine Würde, die er sich nicht verdienen muss und die ihm niemand nehmen kann. Der Vers steht im ersten Kapitel der Bibel, am sechsten Schöpfungstag. Er passt zur Taufe und Geburt eines Kindes, zur Hochzeit und überall, wo es um den Wert des Menschen geht.

Geschrieben von
Mose, nach jüdischer und christlicher Überlieferung
Teil des Buches
der Schöpfungsbericht, 1. Mose 1,1–2,3
Zeitpunkt
der sechste Schöpfungstag
Besonderheit
dreimal steht das Wort „schaffen“ in einem einzigen Vers

Hebräisch

Das Schlüsselwort

bezalmo nach seinem Bild – als sein Abbild

Aussprache
be-zal-MO
Vorkommen
Das Grundwort „zelem“ steht 17-mal im hebräischen Alten Testament, dazu kommt die aramäische Form im Buch Daniel.
Strong-Nummer
H6754צֶלֶםzelem · Substantiv, männlich · 17-mal im Alten Testament„From an unused root meaning to shade; a phantom, i.e. (figuratively) illusion, resemblance; hence, a representative figure, especially an idol.“von einer ungebräuchlichen Wurzel mit der Bedeutung „Schatten werfen“; ein Schattenbild, also (bildlich) Trugbild, Ähnlichkeit; daher: eine darstellende Figur, besonders ein Götzenbild.Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. H6754 · ganzer Eintrag ↗

„Zelem“ bezeichnet ein Abbild, eine Figur, eine Darstellung. Oft steht das Wort für Götzenbilder aus Holz oder Metall (zum Beispiel 4. Mose 33,52). Strong’s Wörterbuch leitet es von „Schatten“ ab: Ein Bild ist wie ein Schatten, der die Umrisse eines anderen zeigt. Menschen machten sich Bilder von Göttern. Bei der Schöpfung ist es umgekehrt: Gott selbst macht sich ein Bild – den Menschen.

In der Umwelt Israels galt vor allem der König als Abbild eines Gottes. Herrscher stellten auch Statuen von sich in eroberten Gebieten auf, um zu zeigen: Hier regiere ich. 1. Mose 1 sagt dagegen: Jeder Mensch, Mann und Frau, ist Gottes Ebenbild und sein Stellvertreter auf der Erde. Darum ist kein Mensch wertlos – auch nach dem Sündenfall nicht (1. Mose 9,6; Jakobus 3,9).

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von 1. Mose 1,27.

01

Der Höhepunkt der Schöpfung

Tag für Tag ruft Gott Licht, Himmel, Meer und Land, Pflanzen, Sterne und Tiere ins Dasein. Dann hält der Bericht inne. Gott sagt: „Wir wollen Menschen schaffen nach unserem Bild“ (Vers 26). Kein anderes Geschöpf bekommt eine solche Einleitung. Gleich danach segnet Gott die Menschen und gibt ihnen einen Auftrag: die Erde zu füllen und verantwortlich über die Tiere zu herrschen (Vers 28). Erst jetzt heißt es, dass alles „sehr gut“ war (Vers 31).

02

Dreimal „schuf“

Vers 27 ist wie ein kleines Gedicht in drei Zeilen gebaut, und jede Zeile enthält das Verb „bara“, schaffen. In dieser Form steht es im Alten Testament nur mit Gott als Handelndem. Es beschreibt ein Schaffen, das nur er kann. Die dritte Zeile ergänzt: „als Mann und Frau“. Beide tragen Gottes Bild gleichermaßen, keiner mehr als der andere. Ihre Verschiedenheit ist kein Fehler, sondern gehört zur guten Schöpfung.

03

Was heißt „Bild Gottes“?

Bibeltreue Ausleger betonen verschiedene Seiten. Manche denken an Fähigkeiten, die den Menschen von den Tieren unterscheiden: Sprache, Gewissen, Kreativität, die Fähigkeit zu lieben und zu beten. Andere denken an den Auftrag: Der Mensch vertritt Gott auf der Erde und gestaltet sie in seinem Sinn. Wieder andere betonen die Beziehung: Gott schafft den Menschen als Gegenüber – für sich und füreinander. Die Bibel legt sich nicht auf eine einzige Erklärung fest, und wahrscheinlich gehören alle drei Seiten zusammen.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst erzählt 1. Mose 1, wer der Mensch von Anfang an ist: kein Zufallsprodukt und kein Spielball launischer Götter, sondern ein gewolltes Geschöpf mit Würde und Auftrag. Das galt Adam und Eva und gilt jedem Menschen seitdem – Kindern vor und nach der Geburt, alten und kranken Menschen, Fremden und sogar Gegnern. Durch den Sündenfall ist das Bild beschädigt, aber nicht ausgelöscht.

Das Neue Testament zeigt, wo das Bild Gottes vollkommen zu sehen ist: in Jesus Christus. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes (Kolosser 1,15). Wer an ihn glaubt, wird neu geschaffen und Stück für Stück wieder in dieses Bild verwandelt (2. Korinther 3,18; Kolosser 3,10). Was Gott am Anfang mit dem Menschen vorhatte, kommt in Jesus ans Ziel.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Sieh dich mit Gottes Augen

Wenn du an dir zweifelst, erinnere dich: Dein Wert hängt nicht an Aussehen, Leistung oder Likes. Gott hat dich gewollt und nach seinem Bild gemacht.

2

Sieh die anderen mit Gottes Augen

Auch der Kollege, der dich nervt, trägt Gottes Bild. Überleg, wie du heute einem Menschen mit Respekt begegnen kannst, dem du sonst lieber ausweichst.

3

Ein Vers zur Taufe

Zur Taufe eines Kindes sagt dieser Vers: Du bist gewollt, bevor du irgendetwas leisten kannst. Schreib ihn auf eine Karte, die das Kind später selbst lesen kann.

Gebet

Schöpfer, danke, dass du mich nach deinem Bild gemacht hast. Hilf mir, mich selbst und jeden anderen Menschen mit deinen Augen zu sehen. Mach mich Jesus jeden Tag ein Stück ähnlicher. Amen.

1. Mose 1,27 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „nach dem Bild Gottes“?
Der Mensch ist Gottes Abbild: Er spiegelt etwas von Gott wider und vertritt ihn auf der Erde. Dazu gehören seine Fähigkeit zu denken, zu lieben und zu glauben, sein Auftrag, die Schöpfung zu pflegen, und seine Beziehung zu Gott und zu anderen Menschen. Daraus folgt: Jeder Mensch hat eine unverlierbare Würde.
Wo zitiert Jesus 1. Mose 1,27?
Als Jesus nach der Ehescheidung gefragt wird, verweist er auf den Anfang der Schöpfung: Gott hat die Menschen als Mann und Frau geschaffen (Matthäus 19,4; Markus 10,6). Für Jesus ist dieser Vers also Gottes gültiges Wort über den Menschen und die Ehe.
Passt 1. Mose 1,27 als Taufspruch?
Ja. Der Vers sagt einem Kind oder einem Täufling zu: Du bist von Gott gewollt und trägst sein Bild. Er eignet sich auch zur Geburt eines Kindes und als Trauspruch, weil er Mann und Frau gemeinsam als Gottes Ebenbild nennt.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. H6754 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .