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christliche bilderVers für heute

Matthäus 7,7Bittet, und ihr werdet erhalten

Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden.

Matthäus 7,7 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürGebetErmutigungKonfirmationVertrauenGottsuche
Bibelvers Matthäus 7,7: Bittet, und ihr werdet erhalten – Offene Gartentür mit warmem Licht
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Kurz erklärt

In Matthäus 7,7 lädt Jesus zum Beten ein: „Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden.“ Er sagt das gegen Ende der Bergpredigt. Drei Bilder tragen dieselbe Zusage: Gott ist wie ein guter Vater, der seinen Kindern gerne Gutes gibt. Der Vers ermutigt, beharrlich und vertrauensvoll zu beten, und wird gern als Konfirmationsspruch gewählt.

Geschrieben von
Matthäus, einem der zwölf Jünger, früher Zolleinnehmer
Gesprochen von
Jesus in der Bergpredigt
Teil des Buches
die Bergpredigt, Matthäus 5–7
Parallelstelle
Lukas 11,9–13

Griechisch

Das Schlüsselwort

aiteite bittet – erbittet, fragt nach etwas, verlangt

Aussprache
ai-TEI-te
Vorkommen
Das Grundwort „aiteo“ steht 70-mal im Neuen Testament, allein fünfmal in Matthäus 7,7–11.
Strong-Nummer
G154αἰτέωaiteo · Verb · 70-mal im Neuen Testament„Of uncertain derivation; to ask (in general).“Herkunft unsicher; bitten (im allgemeinen Sinn).Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G154 · ganzer Eintrag ↗

„Aiteo“ ist das gewöhnliche griechische Wort für bitten: Ein Kind bittet den Vater um Brot, ein Bettler bittet um eine Gabe. Strong’s Wörterbuch gibt als Bedeutung schlicht „bitten“ an. Es ist also kein frommes Sonderwort. Jesus lädt ein, mit Gott so selbstverständlich zu reden, wie ein Kind mit seinen Eltern redet. Die Verse 9 bis 11 machen genau das zum Bild: Welche Eltern geben ihrem Kind einen Stein, wenn es um Brot bittet?

Wichtig ist die Zeitform. Alle drei Aufforderungen stehen im Griechischen in einer Form, die eine fortlaufende Handlung ausdrückt. Man kann übersetzen: Bittet weiter, sucht weiter, klopft weiter an. Jesus meint kein einmaliges Gebet, das man abhakt, sondern ein beharrliches Dranbleiben. Im Lukasevangelium stehen die gleichen Worte direkt nach dem Gleichnis vom Freund, der um Mitternacht so lange anklopft, bis er Brot bekommt (Lukas 11,5–10).

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Matthäus 7,7.

01

Am Ende der Bergpredigt

Die Bergpredigt in Matthäus 5–7 beschreibt, wie das Leben im Reich Gottes aussieht. Die Maßstäbe sind hoch: Feinde lieben, nicht richten, zuerst nach Gottes Reich fragen. Wer das ernst nimmt, merkt schnell, dass er es aus eigener Kraft nicht schafft. Genau hier lädt Jesus zum Beten ein. Kurz vorher hat er davor gewarnt, andere vorschnell zu verurteilen (7,1–5). Danach folgt die Goldene Regel (7,12). Dazwischen steht die Einladung: Kommt zu Gott und bittet ihn um alles, was ihr braucht.

02

Drei Bilder, eine Zusage

Bitten, suchen, anklopfen – die drei Bilder steigern sich. Bitten tut man mit Worten. Suchen braucht Einsatz. Anklopfen heißt, vor einer verschlossenen Tür zu stehen und nicht wegzugehen. Jedem Bild folgt dieselbe Zusage, und Vers 8 weitet sie auf jeden aus: „Denn wer bittet, wird erhalten. Wer sucht, wird finden.“ Die Begründung liefert Jesus in Vers 11: Wenn schon Menschen, die Sünder sind, ihren Kindern Gutes tun, wie viel mehr wird der Vater im Himmel denen Gutes tun, die ihn darum bitten.

03

Gott gibt Gutes – nicht immer das Gewünschte

Jesus verspricht nicht, dass Gott jede Bitte wörtlich erfüllt. Er verspricht, dass Gott wie ein guter Vater antwortet. Ein Vater gibt seinem Kind keinen Stein statt Brot – aber er gibt ihm auch kein Messer, nur weil es darum bittet. In der Parallelstelle bei Lukas nennt Jesus die größte Gabe ausdrücklich: Der Vater im Himmel wird denen, die ihn bitten, den Heiligen Geist schenken (Lukas 11,13). Beten verändert also nicht nur die Umstände, sondern auch den Menschen, der betet.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Jesus sprach diese Worte zu seinen Jüngern und zu der Menge, die ihm auf dem Berg zuhörte. Er spricht als der Sohn, der den Vater kennt, und lädt Menschen ein, Gott ebenso als Vater anzusprechen. Das gilt allen, die durch Jesus zu Gott gehören. Johannes schreibt später: Wir dürfen zuversichtlich sein, dass Gott uns erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht (1. Johannes 5,14).

Der Vers ist keine Garantie dafür, dass Gebet wie ein Automat funktioniert. Er steht in der Bergpredigt, in der Jesus auch das Vaterunser lehrt, mit der Bitte „Dein Wille geschehe“. Wer bittet, sucht und anklopft, sucht am Ende Gott selbst. Und diese Zusage gilt ohne Einschränkung: Wer Gott von Herzen sucht, wird ihn finden.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Bleib dran

Gibt es ein Anliegen, das du aufgegeben hast? Nimm es wieder auf und bete eine Woche lang jeden Tag dafür.

2

Bitten, suchen, anklopfen

Bitte Gott mit Worten, such seine Antwort in der Bibel und klopf an Türen, die er dir zeigt – etwa ein klärendes Gespräch, eine Bewerbung oder eine Versöhnung.

3

Schreib auf, was Gott tut

Führe eine kleine Liste mit Gebetsanliegen und notiere, wann und wie Gott geantwortet hat. Mit der Zeit wächst dein Vertrauen.

Gebet

Vater im Himmel, danke, dass ich zu dir kommen darf wie ein Kind zu seinem Vater. Hilf mir, beharrlich zu bitten, zu suchen und anzuklopfen. Gib mir, was gut ist, und vor allem dich selbst. Amen.

Matthäus 7,7 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Bittet, so wird euch gegeben“?
So übersetzt Luther Matthäus 7,7. Jesus lädt ein, Gott beharrlich um alles zu bitten, was man braucht. Er verspricht, dass Gott wie ein guter Vater antwortet und seinen Kindern Gutes gibt – nicht immer genau das Gewünschte, aber immer das, was gut ist.
Wo steht „Bittet, und ihr werdet erhalten“?
In der Bergpredigt, Matthäus 7,7. Fast wortgleich steht der Satz auch in Lukas 11,9, dort nach dem Vaterunser und dem Gleichnis vom Freund, der mitten in der Nacht um Brot bittet.
Passt Matthäus 7,7 als Konfirmationsspruch?
Ja, der Vers ist ein beliebter Konfirmationsspruch. Er ermutigt junge Menschen, mit allen Fragen und Wünschen zu Gott zu kommen und ihn selbst zu suchen. Und er verspricht, dass niemand vergeblich anklopft.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G154 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .