Feigenbaum und Tempel
Markus erzählt hier wie in einem Sandwich. Am Tag nach seinem Einzug in Jerusalem verflucht Jesus einen Feigenbaum, der viele Blätter, aber keine Früchte trägt (11,12–14). Dann räumt er den Tempel aus, in dem gehandelt wurde statt gebetet (11,15–19). Am nächsten Morgen ist der Feigenbaum verdorrt (11,20–21). Viele Ausleger sehen im Baum ein Bild für den Tempelbetrieb: viel Fassade, keine Frucht. Ausgerechnet hier spricht Jesus über Gebet. Was im Tempel fehlte, soll bei seinen Jüngern lebendig sein: echtes Vertrauen auf Gott.
















