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christliche bilderVers für heute

Johannes 8,12Ich bin das Licht der Welt

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben führt.

Johannes 8,12 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürWeihnachtenKonfirmationTaufeOrientierungTrauerAdvent
Bibelvers Johannes 8,12: Ich bin das Licht der Welt – Lichtstrahlen im dunklen Wald
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Kurz erklärt

In Johannes 8,12 sagt Jesus: „Ich bin das Licht der Welt.“ Wer ihm folgt, irrt nicht mehr im Dunkeln umher, sondern hat das Licht, das zum Leben führt. Jesus sprach diese Worte im Tempel von Jerusalem, im Umfeld des Laubhüttenfestes, bei dem große Leuchter den Tempelhof erhellten. Der Vers ist ein beliebter Spruch für Weihnachten, Taufe und Konfirmation.

Geschrieben von
dem Apostel Johannes, einem der zwölf Jünger
Gesprochen von
Jesus im Tempel, im Bereich der Schatzkammer (Johannes 8,20)
Zeit
im Herbst, im Umfeld des Laubhüttenfestes (Johannes 7)
Art
Eines der sieben „Ich bin“-Worte im Johannesevangelium

Griechisch

Das Schlüsselwort

phos Licht – was hell macht und sichtbar macht

Aussprache
FOS
Vorkommen
73-mal im Neuen Testament, in Johannes 8,12 gleich zweimal.
Strong-Nummer
G5457φῶςphos · Substantiv, sächlich · 73-mal im Neuen Testament„From an obsolete phao (to shine or make manifest, especially by rays; compare phaino, phemi); luminousness (in the widest application, natural or artificial, abstract or concrete, literal or figurative).“von einem veralteten phao (scheinen oder sichtbar machen, besonders durch Strahlen; vergleiche phaino, phemi); Helligkeit (im weitesten Sinn: natürlich oder künstlich, abstrakt oder konkret, wörtlich oder bildlich).Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G5457 · ganzer Eintrag ↗

„Phos“ ist das gewöhnliche griechische Wort für Licht: Tageslicht, Lampenlicht, Feuerschein. Strong’s Wörterbuch führt es auf ein altes Wort für „scheinen, sichtbar machen“ zurück. Licht zeigt, was im Dunkeln verborgen ist, und macht es möglich, den Weg zu finden. Darum steht es in der Bibel für Gottes Wahrheit und Gegenwart. Schon David nennt Gott sein Licht (Psalm 27,1).

Johannes beginnt sein Evangelium mit diesem Bild: Das Leben in Jesus war das Licht der Menschen, und es scheint in der Finsternis (Johannes 1,4–5). In 8,12 steht „phos“ zweimal: Jesus ist das Licht, und wer ihm folgt, hat das Licht. Er beleuchtet nicht nur von außen, er schenkt sein Licht dem, der ihm nachgeht. Darum kann Jesus auch zu seinen Jüngern sagen: Ihr seid das Licht der Welt (Matthäus 5,14).

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Johannes 8,12.

01

Licht beim Laubhüttenfest

Johannes 7 spielt beim Laubhüttenfest. Acht Tage lang erinnerte Israel daran, wie Gott sein Volk durch die Wüste geführt hatte, nachts in einer Feuersäule (2. Mose 13,21). Nach jüdischer Überlieferung wurden während des Festes im Vorhof der Frauen große Leuchter entzündet, deren Schein über die Stadt fiel. Jesus spricht seine Worte im Bereich der Schatzkammer (8,20), der ebenfalls in diesem Vorhof lag. Vor diesem Hintergrund sagt er: Ich bin das Licht – nicht nur für Jerusalem, sondern für die ganze Welt.

02

Nachfolgen statt umherirren

„Wer mir nachfolgt“ beschreibt im Griechischen ein dauerndes Gehen hinter jemandem her, so wie Israel der Feuersäule durch die Wüste folgte. Wer das tut, muss nicht mehr im Dunkeln umherirren. Finsternis meint bei Johannes ein Leben ohne Gott, in Schuld und Orientierungslosigkeit (Johannes 3,19). Jesus verspricht nicht, dass alle Fragen beantwortet werden. Er verspricht, dass niemand verloren bleibt, der ihm folgt. Das Licht, das er gibt, führt zum Leben – zu einem Leben mit Gott, das über den Tod hinausreicht.

03

Ein Anspruch, der Widerspruch weckt

Die Pharisäer widersprechen sofort: „Du bist dein eigener Zeuge“ (8,13). Ihr Widerstand hat einen Grund. Im Alten Testament ist Gott selbst das Licht seines Volkes (Psalm 27,1; Jesaja 60,19), und sein Knecht soll ein Licht für die Völker sein (Jesaja 49,6). Jesus nimmt beides für sich in Anspruch. Es ist das zweite der sieben „Ich bin“-Worte bei Johannes. Am Ende des Kapitels sagt Jesus, dass er schon da war, bevor Abraham geboren wurde (8,58). Da heben die Zuhörer Steine auf.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst sprach Jesus zu den Menschen in Jerusalem, die zum Fest gekommen waren. Doch er sagt „Licht der Welt“, nicht „Licht Israels“. Schon der alte Simeon hatte über das Jesuskind gesagt, es sei ein Licht für die Völker (Lukas 2,32). Darum gilt die Einladung jedem Menschen: Niemand muss im Dunkeln bleiben. Licht ist dabei keine Stimmung, sondern eine Person, der man folgen kann.

Licht hat zwei Seiten. Es zeigt den Weg, und es deckt auf, was im Dunkeln liegt (Johannes 3,20–21). Wer zu Jesus kommt, lässt sich auch ansehen und verändern. Und das Licht verspricht kein Leben ohne dunkle Täler. Christen gehen durch Krankheit und Trauer wie andere auch, aber sie gehen nicht ohne Licht. An Weihnachten erinnert die Kirche daran, dass sich in Jesus Jesajas Wort vom großen Licht für das Volk im Dunkeln erfüllt hat (Jesaja 9,1; Matthäus 4,16).

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Ein Schritt nach dem anderen

Eine Laterne zeigt dir nicht den ganzen Weg, aber den nächsten Schritt. Frag Jesus heute nach deinem nächsten Schritt statt nach dem ganzen Plan.

2

Lass Licht in dunkle Ecken

Gibt es etwas, das du lieber im Dunkeln lässt – eine Lüge, eine Gewohnheit, einen Groll? Bring es im Gebet ans Licht. Bei Jesus musst du dich nicht verstecken.

3

Zünde eine Kerze an

Wenn du an Weihnachten oder an einem dunklen Abend eine Kerze anzündest, sprich dazu diesen Vers. So wird ein kleines Ritual zur Erinnerung, wer das wahre Licht ist.

Gebet

Herr Jesus, du bist das Licht der Welt. Leuchte in mein Leben, auch in die Ecken, die ich lieber verstecke. Geh mir voran, damit ich dir folge und nicht im Dunkeln umherirre. Amen.

Johannes 8,12 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Ich bin das Licht der Welt“?
Jesus sagt damit: Ohne ihn bleibt der Mensch im Dunkeln, getrennt von Gott und ohne klaren Weg. Er zeigt, wer Gott ist, deckt Schuld auf und vergibt sie, und er führt zum ewigen Leben. Wer ihm nachfolgt, hat dieses Licht bei sich.
Wo und wann sagte Jesus „Ich bin das Licht der Welt“?
Im Tempel von Jerusalem, im Bereich der Schatzkammer (Johannes 8,20), im Umfeld des Laubhüttenfestes im Herbst. Bei diesem Fest wurden im Tempel große Leuchter entzündet, und das Volk erinnerte sich an die Feuersäule in der Wüste.
Passt Johannes 8,12 als Konfirmationsspruch oder für Weihnachten?
Ja, für beides. Zur Konfirmation passt die Einladung zur Nachfolge, zu Weihnachten die Botschaft, dass mit Jesus das Licht in die Welt gekommen ist. Auch als Taufspruch und für Trauerkarten wird der Vers gern gewählt.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G5457 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .