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Johannes 14,6Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Johannes 14,6 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürKonfirmationEvangelisationTaufeOrientierungTrauer
Bibelvers Johannes 14,6: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben – Weg zum erleuchteten Haus
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Kurz erklärt

In Johannes 14,6 sagt Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Er zeigt nicht nur einen Weg zu Gott, er ist selbst der Weg. Jesus spricht diese Worte am Abend vor seiner Kreuzigung, als der Jünger Thomas fragt, wie man den Weg kennen soll. Der Vers ist einer der klarsten Sätze der Bibel über Jesus und wird oft als Konfirmationsspruch gewählt.

Geschrieben von
dem Apostel Johannes, einem der zwölf Jünger
Gesprochen von
Jesus am letzten Abend vor seiner Kreuzigung
Situation
Antwort auf die Frage von Thomas: Wie können wir den Weg kennen?
Art
Eines der sieben „Ich bin“-Worte im Johannesevangelium

Griechisch

Das Schlüsselwort

hodos Weg, Straße – auch: Reise, Lebensweise

Aussprache
ho-DOS
Vorkommen
101-mal im Neuen Testament, allein dreimal in Johannes 14,4–6.
Strong-Nummer
G3598ὁδόςhodos · Substantiv, weiblich · 101-mal im Neuen Testament„Apparently a primary word; a road; by implication, a progress (the route, act or distance); figuratively, a mode or means.“offenbar ein Grundwort; eine Straße; daraus: ein Vorankommen (die Strecke, das Gehen oder die Entfernung); bildlich: eine Art und Weise oder ein Mittel.Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G3598 · ganzer Eintrag ↗

„Hodos“ ist zunächst ganz handfest: eine Straße, ein Pfad, eine Reise. In der Bibel ist „Weg“ aber auch ein Bild für das ganze Leben: Wer auf Gottes Wegen geht, lebt nach seinem Willen (Psalm 1,6; Psalm 119,1). Jesus greift dieses Bild auf und füllt es mit sich selbst. Der Weg zu Gott ist keine Methode und kein Regelwerk, sondern eine Person.

Die ersten Christen nannten ihren Glauben deshalb einfach „den Weg“. Bevor Paulus selbst Christ wurde, verfolgte er Menschen, die zu diesem Weg gehörten (Apostelgeschichte 9,2). Christsein hieß von Anfang an: mit Jesus unterwegs sein.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Johannes 14,6.

01

Ein Abschied am letzten Abend

Johannes 13 bis 17 spielt an einem einzigen Abend. Jesus hat seinen Jüngern die Füße gewaschen, Judas ist in die Nacht hinausgegangen, und Jesus hat angekündigt, dass Petrus ihn verleugnen wird (Johannes 13,38). Die Jünger sind verunsichert. Da sagt Jesus: „Habt keine Angst.“ (14,1) Er geht zu seinem Vater, um ihnen einen Platz vorzubereiten, und er wird wiederkommen, um sie zu holen. „Ihr wisst ja, wohin ich gehe“, sagt er. Thomas widerspricht ehrlich: „Wir haben keine Ahnung, wo du hingehst.“

02

Nicht ein Weg, sondern der Weg

Jesus antwortet nicht mit einer Wegbeschreibung, sondern mit sich selbst. Im Griechischen steht vor allen drei Wörtern der bestimmte Artikel: der Weg, die Wahrheit, das Leben – nicht ein Weg unter vielen. Viele Ausleger sehen im „Weg“ das Hauptwort: Jesus ist der Weg zum Vater, weil er die Wahrheit über Gott zeigt und weil er das Leben schenkt. Der zweite Satz macht es eindeutig: „Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Dasselbe sagt Petrus später vor dem Hohen Rat (Apostelgeschichte 4,12).

03

Eines der „Ich bin“-Worte

Im Johannesevangelium sagt Jesus siebenmal „Ich bin …“ mit einem Bild: das Brot des Lebens (6,35), das Licht der Welt (8,12), die Tür (10,9), der gute Hirte (10,11), die Auferstehung und das Leben (11,25), der Weg, die Wahrheit und das Leben (14,6), der wahre Weinstock (15,1). Viele Ausleger hören in diesem „Ich bin“ ein Echo auf den Namen, mit dem Gott sich Mose am brennenden Dornbusch vorstellte (2. Mose 3,14). Johannes will zeigen: In Jesus begegnet uns Gott selbst (Johannes 1,18).

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst sprach Jesus diese Worte zu seinen verunsicherten Jüngern. Sie sollten wissen: Auch wenn ich gehe, ist der Weg zum Vater nicht verschlossen. Er führt über mich, über meinen Tod und meine Auferstehung. Für uns heißt das: Zu Gott kommt niemand durch gute Taten, religiöse Leistung oder eigene Suche, sondern durch Vertrauen auf Jesus. Der Hebräerbrief spricht von einem neuen, lebendigen Weg, den Jesus für uns geöffnet hat (Hebräer 10,19–20).

Der Satz klingt für manche Ohren eng. Aber er ist zuerst eine Einladung: Der Weg zu Gott ist offen, und er ist für jeden Menschen derselbe. Jesus sagt das nicht, um andere abzuwerten, sondern weil nur er Gott wirklich zeigen kann: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen!“ (Vers 9). Wer das glaubt, darf es mit Respekt und Liebe weitersagen.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Bring deine ehrlichen Fragen mit

Thomas sagte offen: „Wir haben keine Ahnung.“ Jesus wies ihn nicht zurück, sondern antwortete ihm. Du darfst deine Zweifel und Fragen genauso zu ihm bringen.

2

Geh den nächsten Schritt

Ein Weg will gegangen werden. Überleg, was gerade dein nächster Schritt mit Jesus wäre: beten, in der Bibel lesen, dich taufen lassen oder jemandem vergeben.

3

Ein Vers für Entscheidungen

Wenn du vor einer Weichenstellung stehst – Ausbildung, Umzug, Beziehung –, frag nicht nur „Welcher Weg ist richtig?“, sondern auch „Wie gehe ich ihn mit Jesus?“

Gebet

Herr Jesus, du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Danke, dass du mir den Weg zum Vater geöffnet hast. Nimm meine Fragen ernst und führe mich jeden Tag einen Schritt weiter mit dir. Amen.

Johannes 14,6 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“?
Jesus sagt damit: Er zeigt nicht nur den Weg zu Gott, er ist dieser Weg. Er ist die Wahrheit, weil man an ihm erkennt, wer Gott ist. Und er ist das Leben, weil er ewiges Leben schenkt. Wer ihm vertraut, kommt zum Vater.
Zu wem sagte Jesus Johannes 14,6?
Zu seinen Jüngern, am letzten Abend vor seiner Kreuzigung. Anlass war die Frage von Thomas, der nicht wusste, wohin Jesus geht und wie man den Weg dorthin finden kann.
Passt Johannes 14,6 als Konfirmationsspruch?
Ja, der Vers wird oft als Konfirmationsspruch gewählt. Er bringt auf den Punkt, worum es im Glauben geht: nicht zuerst um Regeln, sondern um eine Beziehung zu Jesus, der durchs ganze Leben führt.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G3598 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .