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Römer 15,13Gott, der Hoffnung gibt, erfülle euch mit Freude und Frieden

Deshalb bete ich, dass Gott, der euch Hoffnung gibt, euch in eurem Glauben mit Freude und Frieden erfüllt, sodass eure Hoffnung immer größer wird durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Römer 15,13 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürKonfirmationSegenswunschErmutigungHoffnungAbschied
Bibelvers Römer 15,13: Gott, der Hoffnung gibt, erfülle euch mit Freude und Frieden – Schwalben über dem Weizenfeld
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Kurz erklärt

In Römer 15,13 betet Paulus, dass Gott, die Quelle aller Hoffnung, die Christen in Rom mit Freude und Frieden erfüllt, sodass ihre Hoffnung durch den Heiligen Geist immer größer wird. Der Vers schließt einen langen Abschnitt ab, in dem Paulus Juden- und Heidenchristen dazu aufruft, einander anzunehmen. Er ist ein Segenswunsch, kein Befehl: Freude, Frieden und Hoffnung sind Geschenke Gottes. Deshalb wird der Vers oft als Konfirmationsspruch oder Segen zum Abschied gewählt.

Geschrieben von
dem Apostel Paulus
Gerichtet an
die Gemeinde in Rom aus Juden und Nichtjuden
Teil des Buches
Abschluss von Römer 14,1–15,13 über Starke und Schwache im Glauben
Art
Segenswunsch in Gebetsform

Griechisch

Das Schlüsselwort

elpidos Hoffnung – feste, freudige Erwartung

Aussprache
el-PI-dos
Vorkommen
Das Grundwort „elpis“ steht 53-mal im Neuen Testament, in Römer 15,13 gleich zweimal: am Anfang und am Ende des Verses.
Strong-Nummer
G1680ἐλπίςelpis · Substantiv, weiblich · 53-mal im Neuen Testament„From a primary elpo (to anticipate, usually with pleasure); expectation (abstractly or concretely) or confidence.“von einem Grundwort elpo (vorausblicken, meist mit Freude); Erwartung (abstrakt oder konkret) oder Zuversicht.Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G1680 · ganzer Eintrag ↗

Im Alltag meint „hoffen“ oft: Vielleicht klappt es ja. Das griechische „elpis“ ist stärker. Strong’s Wörterbuch leitet es von einem Wort ab, das „vorausblicken, meist mit Freude“ bedeutet. Biblische Hoffnung ist die Erwartung von etwas, das sicher kommt, weil Gott es versprochen hat. Paulus schreibt deshalb: „Und in dieser Hoffnung werden wir nicht enttäuscht werden.“ (Römer 5,5)

Im Vers steht wörtlich „der Gott der Hoffnung“. Gott ist nicht nur jemand, auf den man hofft, er ist selbst die Quelle aller Hoffnung. Und am Ende des Verses kehrt das Wort zurück: Die Hoffnung soll „überfließen“. Wer von Gott Hoffnung empfängt, bekommt so viel davon, dass sie auch für andere reicht.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Römer 15,13.

01

Eine Gemeinde mit Spannungen

Die Gemeinde in Rom bestand aus Christen jüdischer und nichtjüdischer Herkunft. In Römer 14 geht es um Streit über Essen und Feiertage. Paulus ruft beide Seiten auf, einander nicht zu verurteilen: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat“ (15,7). Danach zeigt er mit vier Zitaten aus dem Alten Testament, dass Gott schon immer auch die anderen Völker im Blick hatte. Das letzte Zitat aus Jesaja endet mit: „Sie werden all ihre Hoffnung auf ihn setzen.“ Genau dieses Wort greift Vers 13 auf.

02

Freude und Frieden im Vertrauen

Paulus wünscht den Römern nicht zuerst bessere Umstände, sondern Freude und Frieden. Beides kommt „in eurem Glauben“, wörtlich: im Vertrauen. Freude und Frieden wachsen dort, wo jemand Gott vertraut, nicht dort, wo alle Probleme gelöst sind. Dieselben Begriffe stehen kurz vorher: Im Reich Gottes geht es um „Gerechtigkeit und Frieden“ und um „Freude im Heiligen Geist“ (Römer 14,17). Der Heilige Geist ist auch in Vers 13 die Kraft, die das alles bewirkt. Der Mensch muss es nicht selbst herstellen.

03

Hoffnung, die überfließt

Die NLB übersetzt, dass die Hoffnung „immer größer wird“. Das griechische Verb heißt eigentlich „überfließen, im Überfluss haben“ – wie ein Gefäß, in das mehr hineingegossen wird, als es fassen kann. Paulus selbst stand vor einer unsicheren Zukunft: Er wollte nach Jerusalem reisen, dann nach Rom und weiter nach Spanien (Römer 15,23–28), und er wusste, dass ihm in Jerusalem Gefahr drohte (15,31). Trotzdem spricht er nicht von Sorge, sondern von überfließender Hoffnung.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst ist der Vers ein Gebet für die Christen in Rom, die lernen mussten, trotz Unterschieden als eine Gemeinde zu leben. Die Hoffnung, die Paulus meint, hat einen festen Grund: Jesus Christus, in dem Gott seine Zusagen an Israel erfüllt und die Tür für alle Völker geöffnet hat (Vers 8–12). Dieser Grund gilt heute genauso. Christliche Hoffnung ist deshalb kein Optimismus, sondern Vertrauen auf das, was Gott in Jesus versprochen und getan hat.

Wichtig ist die Form: Paulus befiehlt nicht „Freut euch!“, sondern bittet Gott, dass er erfüllt. Freude und Frieden sind keine Leistung, die man auf Kommando bringen muss. Sie sind Frucht des Heiligen Geistes (Galater 5,22). Wer sich gerade leer fühlt, darf diesen Vers als Bitte für sich selbst beten.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Bete den Vers für andere

Setz den Namen eines Menschen ein, der gerade wenig Hoffnung hat, und bete den Vers für ihn. Du kannst ihm das Bild auch als Segenswunsch schicken.

2

Frag nach der Quelle

Woraus schöpfst du gerade Hoffnung – aus Plänen, Geld, Gesundheit? Das alles darf gut sein. Aber halte dich zuerst an den, der selbst „Gott der Hoffnung“ heißt.

3

Hoffnung in der Gemeinde

Der Vers steht am Ende eines Abschnitts über Streit unter Christen. Wenn dich jemand in der Gemeinde nervt, bitte Gott um Frieden – für dich und für ihn.

Gebet

Gott der Hoffnung, erfülle mich in meinem Vertrauen auf dich mit Freude und Frieden. Lass meine Hoffnung durch deinen Heiligen Geist wachsen, bis sie überfließt und auch andere ermutigt. Amen.

Römer 15,13 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Gott der Hoffnung“?
Paulus nennt Gott so, weil Hoffnung von ihm ausgeht. Er gibt sie, und er ist ihr fester Grund: Was er versprochen hat, wird er auch tun. Darum ist biblische Hoffnung keine Ungewissheit, sondern eine freudige Erwartung.
Wer schrieb Römer 15,13 und an wen?
Der Apostel Paulus schrieb den Römerbrief an die Christen in Rom, bevor er selbst dorthin kam. Die Gemeinde bestand aus Menschen jüdischer und nichtjüdischer Herkunft. Mit Vers 13 schließt er einen Abschnitt darüber ab, wie sie trotz Unterschieden einander annehmen sollen.
Passt Römer 15,13 als Konfirmationsspruch?
Ja. Der Vers ist ein Segenswunsch, der Hoffnung, Freude und Frieden für das ganze Leben zuspricht. Er passt besonders für junge Menschen, die vor vielen offenen Fragen stehen.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G1680 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .