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Psalm 150Alles, was atmet, lobe den HERRN

Alles, was atmet, lobe den HERRN! Halleluja!

Psalm 150,6 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürGottesdienstChorGeburtstagJubiläumDankFreude
Bibelvers Psalm 150: Alles, was atmet, lobe den HERRN – Vogelschwarm über dem Tal bei Sonnenaufgang
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Kurz erklärt

Psalm 150 ist der letzte Psalm der Bibel und ein einziger großer Aufruf, Gott zu loben. In sechs Versen sagt er, wo Gott gelobt werden soll, warum, womit und von wem: von allem, was atmet. Damit schließt das Buch der Psalmen, das viele Klagen enthält, mit einem vollen Halleluja. Der Psalm passt für Gottesdienste, Chorfeste, Geburtstage und jeden Tag, an dem du Gott danken willst.

Geschrieben von
einem Beter, dessen Name nicht genannt wird
Stellung
der letzte der 150 Psalmen, Abschluss des ganzen Psalters
Teil des Buches
die Halleluja-Psalmen 146–150, die alle mit „Halleluja“ beginnen und enden
Aufbau
Wo (Vers 1), warum (Vers 2), womit (Vers 3–5), wer (Vers 6)

Hebräisch

Das Schlüsselwort

hanneschama der Atem, der Lebenshauch – alles, was atmet

Aussprache
han-ne-scha-MA
Vorkommen
„Neschama“ steht 23-mal im Alten Testament, zum ersten Mal in 1. Mose 2,7.
Strong-Nummer
H5397נְשָׁמָהneschamah · Substantiv, weiblich · 23-mal im Alten Testament„From nasham; a puff, i.e. wind, angry or vital breath, divine inspiration, intellect. Or (concretely) an animal.“von nascham (keuchen); ein Hauch, also Wind, zorniges Schnauben oder Lebensatem, göttliche Eingebung, Verstand; oder (konkret) ein Lebewesen.Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. H5397 · ganzer Eintrag ↗

Das Wort beschreibt den Atem, den Hauch des Lebens. Bei seinem ersten Vorkommen formt Gott den Menschen aus Erde und bläst ihm den „Atem des Lebens“ in die Nase (1. Mose 2,7). Erst dadurch wird er lebendig. Jeder Atemzug ist also ein Geschenk Gottes. Hiob sagt, dass der Atem des Allmächtigen ihm Leben gibt (Hiob 33,4), und Paulus erinnert in Athen daran, dass Gott allen Menschen Leben und Atem schenkt (Apostelgeschichte 17,25).

So schließt sich am Ende der Psalmen ein Kreis: Der Atem, den Gott gegeben hat, soll als Lob zu ihm zurückkehren. Ob mit „alles, was atmet“ auch die Tiere gemeint sind, verstehen Ausleger unterschiedlich. Bei der Sintflut umfasst dasselbe Wort Menschen und Tiere (1. Mose 7,22). Klar ist: Kein Mensch ist ausgenommen. Wer atmet, hat Grund, Gott zu loben.

Psalm 150 · Neues Leben. Die Bibel

Der ganze Psalm

  1. 1Halleluja! Lobt Gott in seinem Heiligtum, lobt ihn in seiner himmlischen Wohnung!
  2. 2Lobt ihn für seine mächtigen Taten, lobt ihn in seiner unvergleichlichen Größe!
  3. 3Lobt ihn mit dem Klang der Posaune, lobt ihn mit Harfe und mit Zither!
  4. 4Lobt ihn mit Tanz und Tamburin, lobt ihn mit Saiteninstrumenten und Flöten!
  5. 5Lobt ihn mit klingenden Zimbeln, lobt ihn mit dem Klang lauter Zimbeln.
  6. 6Alles, was atmet, lobe den HERRN! Halleluja!

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Psalm 150.

01

Das große Finale

Das Buch der Psalmen besteht aus fünf Teilen, und jeder endet mit einem kurzen Lobpreis (Psalm 41,14; 72,19; 89,53; 106,48). Psalm 150 ist der Schlussakkord für das ganze Buch. Davor stehen die Psalmen 146 bis 149, die alle mit „Halleluja“ beginnen und enden. Der Psalter beginnt mit dem glücklichen Menschen (Psalm 1), führt durch viele Klagen, Tränen und Fragen und endet in reinem Lob. Das ist wie ein Bild für den Weg des Glaubens: Die Klage ist echt, aber sie hat nicht das letzte Wort.

02

Wo, warum und womit

Vers 1 nennt die Orte: das Heiligtum auf der Erde und Gottes Wohnung im Himmel. Vers 2 nennt die Gründe: seine mächtigen Taten und seine Größe. Lob ist hier kein leeres Gefühl, sondern Antwort auf das, was Gott getan hat. Dann folgt fast alles, was damals Töne machte: das Schofar, ein Widderhorn für Feste und Signale, Harfe und Leier der Tempelmusiker, Tamburin und Tanz wie bei Mirjam nach dem Zug durchs Meer (2. Mose 15,20), Saiten, Flöten und zwei Arten von Zimbeln. Priester und einfache Leute, Stille und Lautes – alles hat Platz.

03

Alles, was atmet

Im letzten Vers weitet sich der Kreis. Nicht mehr nur Musiker und Tempeldiener sollen loben, sondern alles, was atmet. Dreizehnmal steht in diesen sechs Versen das hebräische Wort „hallel“ für „loben“. „Halleluja“ heißt wörtlich „Lobt Jah“, das ist die Kurzform von Gottes Namen. Auffällig ist: Vers 6 nennt keinen eigenen Grund mehr. Der Atem selbst ist Grund genug. Wer lebt, verdankt dieses Leben Gott und hat damit schon Anlass, ihn zu loben.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst war Psalm 150 ein Lied für Israels Gottesdienst im Tempel. Die ersten Christen sangen die Psalmen weiter (Kolosser 3,16). Das Wort „Halleluja“ taucht im Neuen Testament nur in Offenbarung 19 auf: Dort jubelt eine große Menge im Himmel Gott zu. Psalm 150 ist so ein Vorgeschmack auf das ewige Lob. Für Christen geschieht dieses Lob durch Jesus: „Durch Jesus wollen wir Gott zu jeder Zeit danken, indem wir ihn loben und uns zu seinem Namen bekennen!“ (Hebräer 13,15)

Der Psalm schreibt keinen bestimmten Musikstil vor. Er verbietet weder Orgel noch Schlagzeug, und er verlangt auch keines davon. Er zeigt vielmehr, dass Gott mit allem gelobt werden darf, was wir haben. Und er steht am Ende eines langen Weges: Wer gerade klagt, muss das Lob nicht vortäuschen. Die Psalmen zeigen, dass ehrliche Klage und Lob zusammengehören.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Lob mit dem, was du hast

Du musst kein Instrument spielen. Sing im Auto, summ beim Abwasch oder sag Gott einfach mit eigenen Worten, wofür du ihn bewunderst.

2

Atme bewusst

Halte heute dreimal kurz inne, atme tief ein und aus und sag dabei: „Danke, Herr, für diesen Atemzug.“ So wird der letzte Vers des Psalms zu deinem Gebet.

3

Ein Gruß zum Feiern

Ob Geburtstag, Jubiläum oder Chorfest: Schick das Bild als Gruß und schreib dazu, wofür du Gott im Leben dieses Menschen dankbar bist.

Gebet

Herr, du hast mir Atem und Leben geschenkt. Ich lobe dich für deine großen Taten und für deine Größe. Lass mein ganzes Leben ein Halleluja für dich sein, an hellen und an dunklen Tagen. Amen.

Psalm 150 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“?
So übersetzt Luther Psalm 150,6. „Odem“ ist ein altes Wort für Atem. Gemeint ist: Jedes Lebewesen, das von Gott seinen Atem bekommen hat, soll ihn loben. Der Vers ist der Schlusssatz des ganzen Psalmenbuchs.
Wer hat Psalm 150 geschrieben?
Die Bibel nennt keinen Verfasser. Psalm 150 hat keine Überschrift. Er wurde wohl bewusst als Abschluss an das Ende des Psalters gestellt, nach den Halleluja-Psalmen 146 bis 149.
Was heißt Halleluja?
„Halleluja“ ist Hebräisch und bedeutet „Lobt Jah“, also „Lobt den HERRN“. „Jah“ ist eine Kurzform des Gottesnamens. Psalm 150 beginnt und endet mit diesem Ruf.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. H5397 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .