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Matthäus 6,33Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen

Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht.

Matthäus 6,33 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürKonfirmationVertrauenPrioritätenSorgenLebensentscheidungen
Bibelvers Matthäus 6,33: Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen – Spatz auf blühendem Zweig
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Kurz erklärt

In Matthäus 6,33 sagt Jesus in der Bergpredigt: „Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht.“ Luther übersetzt: „Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes.“ Der Vers steht am Ende eines Abschnitts über das Sorgen: Wer Gott an die erste Stelle setzt, darf ihm Essen, Kleidung und Zukunft anvertrauen. Er ist ein beliebter Konfirmationsspruch, weil er eine klare Richtung fürs Leben gibt.

Geschrieben von
dem Apostel Matthäus, früher Zolleinnehmer
Gesprochen von
Jesus in der Bergpredigt (Matthäus 5–7)
Zusammenhang
Jesu Worte gegen das Sorgen, Matthäus 6,25–34
Parallelstelle
Lukas 12,31

Griechisch

Das Schlüsselwort

zeteite sucht! – trachtet danach, strebt mit ganzer Kraft

Aussprache
ze-TEI-te
Vorkommen
Das Grundwort „zeteo“ steht 117-mal im Neuen Testament, in der Bergpredigt etwa auch in „Sucht, und ihr werdet finden“ (Matthäus 7,7).
Strong-Nummer
G2212ζητέωzeteo · Verb · 117-mal im Neuen Testament„Of uncertain affinity; to seek (literally or figuratively); specially, (by Hebraism) to worship (God), or (in a bad sense) to plot (against life).“Herkunft unsicher; suchen (wörtlich oder bildlich); im Besonderen (nach hebräischem Sprachgebrauch): (Gott) anbeten, oder (im schlechten Sinn): (jemandem nach dem Leben) trachten.Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G2212 · ganzer Eintrag ↗

„Zeteo“ heißt suchen, und zwar beharrlich: wie jemand, der etwas Verlorenes sucht, bis er es findet. Strong’s Wörterbuch nennt neben dem wörtlichen und bildlichen Suchen eine besondere Bedeutung aus dem Hebräischen: Gott suchen heißt, ihn anbeten. Kurz vorher benutzt Jesus ein verwandtes Wort für die Menschen, die nach Essen und Kleidung „trachten“ (Vers 32). Jeder Mensch sucht etwas. Die Frage ist nur, was an erster Stelle steht.

Die Befehlsform steht im Griechischen in der Gegenwart. Das deutet auf ein dauerndes Tun: Sucht immer wieder, Tag für Tag. Dazu kommt das kleine Wort „zuerst“, das die NLB mit „wichtigstes Anliegen“ wiedergibt. Gottes Reich ist nicht das Einzige, worum sich ein Christ kümmert, aber es steht vor allem anderen.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Matthäus 6,33.

01

Ein Wort gegen die Sorgen

Matthäus 6,33 ist der Höhepunkt eines Abschnitts über das Sorgen (6,25–34). Jesus zeigt auf die Vögel, die weder säen noch ernten, und auf die Lilien, prächtiger gekleidet als König Salomo. Gott versorgt sie, wie viel mehr seine Kinder. Wer sich nur um Essen, Trinken und Kleidung dreht, lebt wie Menschen, die Gott nicht kennen (Vers 32). Doch der Vater im Himmel weiß, was ihr braucht. Der Vers 33 ist darum keine zusätzliche Last, sondern die Befreiung von der Sorge.

02

Reich Gottes und Gerechtigkeit

„Reich Gottes“ meint kein Gebiet auf der Landkarte, sondern Gottes Herrschaft: dass er König ist und sein Wille geschieht. Jesus hat seine Jünger kurz vorher beten gelehrt: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe“ (Matthäus 6,10). „Gerechtigkeit“ ist ein Schlüsselwort bei Matthäus. Gemeint ist ein Leben, das Gott gefällt, wie Jesus es in der Bergpredigt beschreibt. Bibeltreue Ausleger betonen dabei: Diese Gerechtigkeit beginnt nicht mit eigener Leistung. Jesus preist die selig, die nach ihr hungern und dürsten (Matthäus 5,6).

03

„Alles das wird euch hinzugefügt“

Wörtlich heißt die Zusage: „All das wird euch hinzugefügt werden.“ Die Form ist passiv, wie oft in Jesu Worten, wenn Gott der Handelnde ist. „All das“ meint, was vorher genannt wurde: Essen, Trinken, Kleidung, also das, was man zum Leben braucht. Jesus verspricht keinen Reichtum, sondern Versorgung. Und er sagt nicht, dass man dafür nicht arbeiten muss. Er ändert die Reihenfolge: Wer zuerst nach Gott fragt, muss nicht mehr von der Sorge um das Morgen bestimmt werden (Vers 34).

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst sprach Jesus diese Worte zu seinen Jüngern und zu der Menge am Berg, einfachen Menschen, für die das tägliche Brot oft unsicher war. Ihnen sagt er: Ihr habt einen Vater im Himmel, der euch kennt. Diese Zusage gilt allen, die durch Jesus Gottes Kinder geworden sind. Paulus fragt darum: Wenn Gott uns seinen Sohn gab, „wird er uns mit ihm dann nicht auch alles andere schenken?“ (Römer 8,32).

Der Vers ist keine Formel, die Wohlstand garantiert. Auch treue Christen erleben Mangel, Paulus selbst hat Hunger gekannt (Philipper 4,12). Aber er hat zugleich erfahren, dass Gott ihn nie im Stich ließ. Matthäus 6,33 fragt vor allem nach der Richtung des Herzens: Was ist mir am wichtigsten? Wer diese Frage mit Gott beantwortet, wird frei, alles andere ihm zu überlassen.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Beginne den Tag mit Gott

Bevor du deine Aufgaben planst, bete das Vaterunser oder lies einen Abschnitt in der Bibel. So bekommt das Wichtigste den ersten Platz.

2

Prüfe deinen Kalender

Schau dir an, wofür du deine Zeit und dein Geld einsetzt. Frag dich ehrlich, wo Gottes Reich darin vorkommt.

3

Gib die Sorge ab

Schreib die Sorge auf, die dich gerade am meisten beschäftigt. Leg sie im Gebet in Gottes Hand und tu heute nur den Schritt, der heute dran ist.

Gebet

Vater im Himmel, du weißt, was ich brauche, noch bevor ich dich bitte. Hilf mir, dein Reich und deinen Willen an die erste Stelle zu setzen. Nimm mir die Sorgen um morgen ab und lass mich dir vertrauen. Amen.

Matthäus 6,33 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes“?
Jesus fordert dazu auf, Gottes Herrschaft und seinen Willen zum wichtigsten Ziel im Leben zu machen. „Trachten“ heißt suchen, sich mit ganzer Kraft um etwas bemühen. Wer das tut, darf darauf vertrauen, dass Gott ihm gibt, was er zum Leben braucht.
Was ist mit „all das“ in Matthäus 6,33 gemeint?
Der Zusammenhang zeigt es: Essen, Trinken und Kleidung, also das, was ein Mensch zum Leben braucht (Matthäus 6,31–32). Jesus verspricht keinen Luxus, sondern dass der Vater im Himmel für seine Kinder sorgt.
Passt Matthäus 6,33 als Konfirmationsspruch?
Ja, der Vers gehört zu den beliebten Konfirmationssprüchen. Er gibt eine klare Richtung für das Leben: Gott zuerst. Und er schenkt die Zusage, dass man sich nicht ängstlich um die Zukunft sorgen muss.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G2212 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .