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1. Korinther 3,11Niemand kann ein anderes Fundament legen

Denn niemand kann ein anderes Fundament legen als das, das schon gelegt ist – Jesus Christus.

1. Korinther 3,11 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürKonfirmationGrundsteinlegungEinweihungGemeindeLebensentscheidung
Bibelvers 1. Korinther 3,11: Niemand kann ein anderes Fundament legen – Steinhaus auf Felsen unter Sternen
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Kurz erklärt

In 1. Korinther 3,11 schreibt Paulus: „Niemand kann ein anderes Fundament legen als das, das schon gelegt ist – Jesus Christus.“ Er spricht zu einer Gemeinde, die sich um verschiedene Lehrer stritt, und stellt klar: Das Fundament ist nicht ein Mensch, sondern Christus. Wer auf ihn baut, steht fest. Der Vers ist ein beliebter Konfirmationsspruch und passt überall, wo es um den tragenden Grund des Lebens geht.

Geschrieben von
dem Apostel Paulus, um 55 n. Chr. in Ephesus
Gerichtet an
die Gemeinde in Korinth, die Paulus selbst gegründet hatte
Anlass
Streit in der Gemeinde: Die einen hielten sich an Paulus, andere an Apollos oder Petrus
Bild
Die Gemeinde als Gottes Bauwerk, 1. Korinther 3,9–17

Griechisch

Das Schlüsselwort

themelion Fundament, Grundmauer, Grundlage

Aussprache
the-ME-li-on
Vorkommen
16-mal im Neuen Testament, wörtlich für das Fundament eines Hauses und bildlich für die Grundlage des Glaubens.
Strong-Nummer
G2310θεμέλιοςthemelios · Substantiv, männlich (auch sächlich) · 16-mal im Neuen Testament„From a derivative of tithemi; something put down, i.e. a substruction (of a building, etc.), (literally or figuratively).“von einer Ableitung von tithemi; etwas Hingelegtes, das heißt ein Unterbau (eines Gebäudes usw.), (wörtlich oder bildlich).Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. G2310 · ganzer Eintrag ↗

„Themelios“ hängt mit dem Verb „tithemi“ zusammen: legen, setzen. Ein Fundament ist also das, was zuerst gelegt wird und worauf alles andere ruht. Jesus gebraucht das Wort in seinem Gleichnis vom Hausbau: Wer seine Worte hört und danach handelt, gleicht einem Mann, der tief gräbt und das Fundament auf Felsen legt. Wenn die Flut kommt, bleibt das Haus stehen (Lukas 6,48).

Paulus nimmt das Bild auf und sagt: Für die Gemeinde gibt es nur dieses eine Fundament. Später schreibt er, die Gemeinde sei auf dem Fundament der Apostel und Propheten gebaut, und Jesus Christus selbst sei der Eckstein (Epheser 2,20). Das widerspricht sich nicht: Die Apostel haben verkündigt, wer Jesus ist. Ihr Zeugnis ist Fundament, weil es auf Christus zeigt.

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von 1. Korinther 3,11.

01

Streit um die besten Lehrer

Die Gemeinde in Korinth war gespalten. Die einen sagten: „Ich bin ein Anhänger von Paulus“, die anderen: „Ich gehöre zu Apollos“ (1. Korinther 3,4). Paulus nennt das unreif. Er und Apollos sind nur Diener: Er hat gepflanzt, Apollos hat begossen, aber Gott hat wachsen lassen (3,6). Dann wechselt er das Bild. Die Gemeinde ist Gottes Bauwerk (3,9). Paulus hat als „weiser Bauherr“ das Fundament gelegt, andere bauen darauf weiter (3,10). Und dieses Fundament ist nicht Paulus, sondern Jesus Christus.

02

Ein Fundament, das schon liegt

Paulus sagt nicht nur, niemand solle ein anderes Fundament legen, sondern niemand kann es. Das Fundament ist schon gelegt – durch das, was Jesus getan hat, und durch die Botschaft von ihm, mit der die Gemeinde in Korinth begann. Wer etwas anderes zum Grund macht, eine Lieblingslehre, einen beliebten Prediger oder die eigene Frömmigkeit, baut nicht mehr Gottes Haus. Schon Jesaja sprach von einem Grundstein, den Gott selbst legt (Jesaja 28,16), und das Neue Testament bezieht diesen Stein auf Jesus (1. Petrus 2,6).

03

Gold oder Stroh

Im Griechischen nennt sich Paulus in Vers 10 einen „weisen Architekten“ – so hieß der leitende Baumeister. Gleich nach Vers 11 spricht er vom Baumaterial: Man kann auf dem Fundament mit Gold, Silber und Edelsteinen bauen oder mit Holz, Heu und Stroh (Vers 12). Am Tag des Gerichts wird Feuer zeigen, was Bestand hat. Wer schlecht gebaut hat, erleidet Verlust, wird aber selbst gerettet (Vers 15). Das Fundament trägt also, auch wenn manches darauf nicht hält.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst sprach Paulus zu einer Gemeinde, die Menschen statt Christus in den Mittelpunkt stellte, und zu denen, die dort lehrten und Verantwortung trugen. Sie sollten wissen: Ihr baut an Gottes Haus, und nur Christus trägt es. Das gilt bis heute für jede Gemeinde und jeden, der darin mitarbeitet. Predigt, Musik, Programme und gute Ideen sind Baumaterial, aber nicht der Grund.

Der Vers lässt sich auch auf das einzelne Leben übertragen, so wie Jesus selbst im Gleichnis vom Hausbau vom eigenen Leben spricht (Matthäus 7,24–27). Wer sein Leben auf Jesus gründet, steht fest, auch wenn Stürme kommen. Das Feuer in den Versen 13–15 meint nach evangelischem Verständnis kein Fegefeuer nach dem Tod, sondern die Prüfung der Werke, wenn Christus richtet. Die Rettung selbst hängt am Fundament, nicht an der Qualität des Baus.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Prüf dein Fundament

Frag dich ehrlich: Worauf baue ich, wenn es ernst wird – auf Erfolg, auf Menschen, auf meine Frömmigkeit oder auf Jesus? Vieles darf wichtig sein, aber tragen kann nur er.

2

Bau mit gutem Material

Was du heute tust, zählt: wie du mit Menschen umgehst, was du weitergibst, wofür du deine Zeit einsetzt. Wähle eine Sache, die du diese Woche bewusst für Gott tust.

3

Kein Fanclub

Wenn du einen Prediger oder eine Bewegung besonders schätzt, ist das gut. Aber lass dich nicht in Lager einteilen. Ihr baut alle am selben Haus.

Gebet

Herr Jesus, du bist das Fundament, das trägt. Danke, dass ich mein Leben auf dich bauen darf. Zeig mir, wo ich auf etwas anderes vertraue, und hilf mir, mit dem zu bauen, was vor dir Bestand hat. Amen.

1. Korinther 3,11 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet 1. Korinther 3,11?
Paulus sagt: Das einzige tragfähige Fundament für die Gemeinde und für den Glauben ist Jesus Christus. Kein Lehrer, keine Bewegung und keine eigene Leistung kann ihn ersetzen. Alles, was Christen tun, baut auf diesem Grund auf.
Wer schrieb 1. Korinther 3,11?
Der Apostel Paulus, um 55 n. Chr. in Ephesus. Er schrieb an die Gemeinde in Korinth, die er selbst gegründet hatte und die sich in Gruppen um verschiedene Lehrer aufspaltete.
Passt 1. Korinther 3,11 als Konfirmationsspruch?
Ja, der Vers ist ein klassischer Konfirmationsspruch. Er gibt jungen Menschen mit, worauf sie ihr Leben bauen können: nicht auf wechselnde Vorbilder oder eigene Leistung, sondern auf Jesus Christus, der trägt.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. G2310 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .