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christliche bilderVers für heute

Josua 24,15Ich und meine Familie werden jedenfalls dem HERRN dienen

Wenn ihr aber nicht bereit seid, dem HERRN zu dienen, dann entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Vorfahren jenseits des Euphrat dienten oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr heute lebt? Ich und meine Familie werden jedenfalls dem HERRN dienen.

Josua 24,15 · Neues Leben. Die Bibel
Passt fürHochzeitFamilieHaussegenGlaubeEntscheidungKonfirmation
Bibelvers Josua 24,15: Ich und meine Familie werden jedenfalls dem HERRN dienen – Familie Hand in Hand
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Kurz erklärt

In Josua 24,15 stellt Josua das Volk Israel vor eine Entscheidung: Wem wollt ihr dienen – dem HERRN oder anderen Göttern? Er selbst gibt die Antwort zuerst: „Ich und meine Familie werden jedenfalls dem HERRN dienen.“ Der Satz stammt aus Josuas Abschiedsrede in Sichem, kurz vor seinem Tod. Er ist ein beliebter Trauspruch und Haussegen für Paare und Familien, die ihr gemeinsames Leben bewusst unter Gott stellen wollen.

Gesprochen von
Josua, dem Nachfolger von Mose, am Ende seines Lebens
Gerichtet an
das ganze Volk Israel, versammelt in Sichem
Teil des Buches
Josuas Abschiedsrede, Josua 23–24
Art
Aufruf zur Entscheidung und persönliches Bekenntnis

Hebräisch

Das Schlüsselwort

naawod wir werden dienen – arbeiten für, sich jemandem ganz zur Verfügung stellen

Aussprache
na-a-WOD
Vorkommen
Das Grundwort „awad“ steht 289-mal im Alten Testament, allein viermal in Josua 24,15.
Strong-Nummer
H5647עָבַדawad · Verb · 289-mal im Alten Testament„A primitive root; to work (in any sense); by implication, to serve, till, (causatively) enslave, etc.“eine Grundwurzel; arbeiten (in jedem Sinn); im übertragenen Sinn: dienen, (den Boden) bebauen, (veranlassend) versklaven usw.Strong’s Exhaustive Concordance (1890) · Nr. H5647 · ganzer Eintrag ↗

Das Wort hat einen sehr handfesten Kern: arbeiten. Adam sollte den Garten Eden „bebauen“ (1. Mose 2,15), und in Ägypten mussten die Israeliten als Sklaven Frondienst leisten. Dasselbe Wort beschreibt aber auch den Gottesdienst. Arbeit und Anbetung liegen im Hebräischen nah beieinander: Wem du dienst, dem gehört dein Alltag, nicht nur dein Sonntag.

In Josua 24 fällt das Wort immer wieder, wie ein Hammerschlag. Die Frage ist nie, ob ein Mensch dient, sondern wem. Entweder den Göttern der Vorfahren, den Göttern des Landes oder dem HERRN. Jesus sagt später dasselbe mit anderen Worten: Niemand kann zwei Herren dienen (Matthäus 6,24).

Auslegung

Was der Text sagt

Hintergrund, Zusammenhang und die wichtigsten Begriffe von Josua 24,15.

01

Abschied in Sichem

Josua ist alt geworden. Das Land ist eingenommen, die Stämme haben ihr Erbe bekommen. Nun ruft Josua ganz Israel nach Sichem. Der Ort ist bedeutsam: Hier hatte Gott Abraham das Land versprochen, hier baute Abraham seinen ersten Altar (1. Mose 12,6–7). Und hier vergrub Jakob einst die fremden Götter seiner Familie (1. Mose 35,4). In den Versen davor erzählt Josua im Namen Gottes die ganze Geschichte nach: von Abraham über den Auszug aus Ägypten bis zum Land, das Israel geschenkt bekam.

02

Eine Wahl, die Josua schon getroffen hat

Josua zwingt niemanden. Er stellt die Möglichkeiten nebeneinander: die Götter jenseits des Euphrat, denen schon Abrahams Vater diente (Josua 24,2), oder die Götter der Amoriter im neuen Land. Doch bevor das Volk antwortet, sagt Josua, wo er selbst steht. Er bekennt sich nicht nur für sich, sondern für sein ganzes Haus. Das Volk antwortet begeistert, dass es ebenfalls dem HERRN dienen will. Josua warnt sie, das nicht leichtfertig zu sagen (Josua 24,19), und schließt mit ihnen einen Bund.

03

„Mein Haus“

Wo die NLB „meine Familie“ schreibt, steht im Hebräischen „mein Haus“. Gemeint war damals mehr als Vater, Mutter und Kinder: die ganze Hausgemeinschaft mit Knechten, Mägden und Verwandten. Der Hausvater trug Verantwortung dafür, welchem Gott in seinem Haus gedient wurde. Josua spricht hier als Vorbild, nicht als Herrscher über den Glauben anderer. Er kann für sein Haus die Richtung festlegen. Ob jeder Einzelne von Herzen mitgeht, muss jeder selbst entscheiden.

Verstehen heute

Wie wir den Vers richtig lesen

Zuerst galt der Aufruf Israel, das gerade im verheißenen Land angekommen war und nun zwischen dem HERRN und den Göttern der Nachbarn wählen musste. Das Muster gilt bis heute: Jeder Mensch dient etwas, und Glaube beginnt mit einer Entscheidung, die man bewusst trifft und immer wieder neu bestätigt. Im Neuen Testament kommen ganze Häuser zum Glauben, etwa der Gefängniswärter in Philippi mit seiner Familie (Apostelgeschichte 16,31–34).

Josua 24,15 ist kein Rezept, das den Glauben der Kinder garantiert. Eltern können ein Haus prägen, beten, vorleben und einladen, aber nicht das Herz eines anderen Menschen bekehren. Jesus ruft jeden Einzelnen persönlich in seine Nachfolge. Gerade darum ist der Vers als Trauspruch so stark: Zwei Menschen sagen gemeinsam, wem ihr Haus gehören soll.

Für dein Leben

Was das für dich heißt

1

Ein Spruch fürs Haus

Häng den Vers an die Wohnungstür oder in den Flur. Er erinnert jeden Tag daran, wem euer Zuhause gehören soll – auch an Tagen, an denen es laut und anstrengend ist.

2

Geht voran

Josua hat nicht gewartet, bis alle anderen sich entschieden hatten. Fang du an: mit einem Tischgebet, einer Bibellese am Abend oder einem ehrlichen Gespräch über den Glauben.

3

Fragt euch, wem ihr dient

Sprecht als Paar oder Familie darüber, was in eurem Alltag den meisten Platz einnimmt: Arbeit, Geld, Ansehen, Hobbys? Gebt diesem Platz bewusst Gott zurück.

Gebet

Herr, wir wollen dir dienen, mit unserem ganzen Haus. Hilf uns, dass das nicht nur ein schöner Spruch bleibt, sondern unseren Alltag prägt. Zeig uns, wo andere Dinge dir den Platz streitig machen, und halte uns bei dir. Amen.

Josua 24,15 · Häufige Fragen

Fragen zum Vers

Was bedeutet „Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen“?
Josua bekennt vor ganz Israel, dass er und alle, die zu seinem Haushalt gehören, dem HERRN treu bleiben werden – egal, wie sich die anderen entscheiden. „Dienen“ meint dabei nicht nur Gottesdienst, sondern das ganze Leben: Gott soll in diesem Haus das Sagen haben.
Wer sagte „Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen“?
Josua, der Nachfolger von Mose. Er führte Israel ins verheißene Land und sprach diese Worte am Ende seines Lebens bei einer Versammlung in Sichem. Bald darauf starb er (Josua 24,29).
Passt Josua 24,15 als Trauspruch?
Ja, der Vers gehört zu den beliebten Trausprüchen, meist in der Kurzform „Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen“. Er passt besonders zu Paaren, die ihre Ehe und ihr künftiges Zuhause bewusst unter Gottes Führung stellen wollen. Auch als Haussegen beim Einzug wird er oft gewählt.

Bibeltext: Bibeltext aus: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 / 2006 / 2024 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Verwendet mit freundlicher Genehmigung.

Grundlagen der Auslegung: Strong’s Exhaustive Concordance, Nr. H5647 (über biblehub.com)

Auslegung: christliche-bilder.net. Die Bildmotive sind KI-unterstützt erstellt. Stand: .